Bugatti Veyron sorgt für Aufregung
Extremsportler mit 1001 PS

In den automobilen High-End Bereich will Volkswagen mit dem exklusiven Bugatti EB 16/4 Veyron vorstoßen. Und kaum ein Auto sorgt im Vorfeld der IAA für mehr Aufregung - der Motor soll exorbitante 1001 PS leisten. Sofern er nicht überhitzt.

HB/WiWo DÜSSELDORF. Nach zahlreichen Berichten über anhaltende technische Probleme wie der ständigen Überhitzung des Motors und zeitlicher Verzögerung bei der Fahrzeugsentwicklung bemüht sich VW-Chef Bernd Pischetsrieder um Schadensbegrenzung. Alles verlaufe nach Plan, technische Probleme - Fehlanzeige.

Auf der Messe gehört der Bugatti so oder so zu den Blickfängen (Bilder-Galerie) schlechthin. Neben dem ausgefallenen Design lässt besonders die Motorleistung des 16-Zylinder-Sportwagens Außergewöhnliches erwarten: die Höchstgeschwindigkeit des Boliden soll bei 406 km/h, in weniger als als 14 Sekunden beschleunigt der Wagen von null auf 300 Kilometer pro Stunde.

Der Veyron fährt auf einem neuen, von Michelin entwickelten Pax-Reifensystem. Die Hochgeschwindigkeitsreifen für den 400-km/h-Bereich sind mit einem Luftdrucküberwachungssystem ausgestattet und verfügen über Notlaufeigenschaften, die bei Luftverlust ein sicheres Handling und eine Reichweite von über 200 Kilometern garantieren sollen.

"Veyroni kommt wie geplant auf den Markt"

VW-Chef Bernd Pischetsrieder ist auf der IAA Spekulationen entgegen getreten, der Supersportwagen Bugatti Veyron könnte nicht mit der vorgesehenen Leistung von 1001 PS und einer Spitzengeschwindigkeit von über 400 Stundenkilometern ausgeliefert werden.

Auch werde der für die Entwicklung des eine Million Euro teuren Modells zuständige Bugatti-Präsident Karl-Heinz Neumann nicht wegen angeblicher technischer Probleme des Modells abgelöst. "Natürlich wird der Bugatti mit der vorgesehenen Leistung, mit der vorgesehenen Geschwindigkeit auf den Markt kommen, und zwar im nächsten Jahr", sagte Pischetsrieder anläßlich der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) am Dienstag in Frankfurt. Der 65-jährige Neumann werde die Verantwortung wie geplant bis zum Jahresende behalten und dann von einem Nachfolger abgelöst. Dessen Name solle im Oktober bekannt gegeben werden.

In Medienberichten war zuvor spekuliert worden, der 16-Zylinder-Bolide könnte wegen der hohen Geschwindigkeiten im normalen Straßenverkehr nicht gefahren werden und die Leistung des Motors müsse daher gedrosselt werden. Dem trat Neumann bei der Präsentation auf der IAA entgegen und sagte, es gebe keinen Anlass, die Höchstgeschwindigkeit auf 330 Stundenkilometer zu verringern. Die vorgesehenen Reifen seien für Geschwindigkeiten bis 440 Stundenkilometer zugelassen und könnten daher mit dem Veyron ohne Bedenken gefahren werden. In der Branche war vermutet worden, dass die Reifen der hohen Beanspruchung bei solch hohen Geschwindigkeiten nicht Stand halten könnten.

Als Nachfolger für Neumann ist der frühere Audi-Chef und jetzige Leiter von Bentley, Franz-Josef Paeffgen, im Gespräch. Er könnte den für April 2004 vergesehenen Verkaufsstart des Veyron übernehmen.

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