Bugbear-Virus legt Rechner in Großbritannien lahm
PC in Deutschland wehren Virus ab

Der Computervirus "Bugbear" (Schreckgespenst), der in der vergangenen Woche in Asien, Australien sowie in den USA sein Unwesen trieb, hat am Wochende auch Europa erreicht. Der äußerst aggressive Virus hat vor allem Netze in Großbritannien lahmgelegt. "Die Rechner in Deutschland dagegen blieben bislang weitgehend verschont", sagte Pino von Kienlin, Geschäftsführer der Sophos GmbH.

hsn DÜSSELDORF. "Hier zeigt sich, dass die Firmen und Nutzer gelernt haben", sagt der Sophos-Virenexperte. In den vergangenen Monaten sei kräftig in Schutzsoftware investiert worden, und viele Computernutzer hätten offensichtlich die grundlegenden Sicherheitshinweise verinnerlicht. Über die automatische Aktualisierung der Antivirensoftware wurden die Rechner sehr schnell vor dem neuen Virus geschützt. "Außerdem haben viele Firmen inzwischen eine Routine aufgebaut, mit der sie aufgedeckte Sicherheitslöcher in der Software stopfen."

Überall dort, wo der Virus Bugbear die Sicherheitshürden überwinden konnte, zeigte sich der Computerwurm besonders gefährlich, weil er vertrauliche Daten wie Passwörter oder Kreditkarten-Nummern auszuspähen versuchte. Außerdem richtet er nach Angaben von Sicherheitsexperten auf den befallenen PC eine Hintertür ein, durch die Unbefugte auf den Rechner zugreifen und die Einstellung am Computer verändern können.

Betroffen sind Computer, die unter dem Betriebssystem Windows von Microsoft laufen. Der Wurm nutzt zur Verbreitung seit längerem bekannte Sicherheitslücken im Microsoft "Internet Explorer" sowie den E-Mail-Programmen "Outlook" und "Outlook Express". Microsoft hat bereits vor Monaten Korrektur-Programme angeboten, die die Sicherheitslücke schließen.

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