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Buh-Rufe für "Ralle" bei BMW-Saison-Abschlussfest

Für Ralf Schumacher gab es bei der BMW-Motorsportparty in Zell am See einige Buh-Rufe und Pfiffe. Beim großen Saison-Abschlussfest der Münchner glänzte der neue Toyota-Pilot durch Abwesenheit und das kam beim Publikum gar nicht gut an.

dpa HAMBURG. Für Ralf Schumacher gab es bei der BMW-Motorsportparty in Zell am See einige Buh-Rufe und Pfiffe. Beim großen Saison-Abschlussfest der Münchner glänzte der neue Toyota-Pilot durch Abwesenheit und das kam beim Publikum gar nicht gut an.

"Es tut ihm leid, dass er nicht hier sein kann, aber er hat kein Wort mehr herausgebracht", nahm BMW - Motorsport-Direktor Mario Theissen den "verlorenen Sohn" in Schutz. Gut gelaunt gab sich dagegen der zu Mclaren-Mercedes wechselnde Brasilien-Sieger Juan-Pablo Montoya. Der Kolumbianer kündigte in dem zur Party-Arena umgebauten Flughafen-Hangar an, dass er sein demnächst zur Welt kommendes Kind bestimmt nicht auf den Namen Ralf taufen werde.

"Haltet euch möglichst lange in unserem Windschatten auf", wünschte sich Theissen später von Montoya und Ralf Schumacher. Doch die Vorbereitung bei Williams-BMW verläuft alles andere als optimal. Fast genau drei Monate vor dem ersten Saisonrennen in Melbourne hat das britisch-deutsche Team mit dem Australier Mark Webber erst einen Fahrer unter Vertrag. "Wir haben keine Eile. Ich gehe davon aus, dass wir auch das zweite Cockpit gut besetzen werden", sagte Theissen.

Damit sind die Chancen von Nick Heidfeld auf einen Vertrag nach gelungenen Testfahrten in der vergangenen Woche auf regennasser Strecke in Jerez gestiegen. "Die Vorstellung, die Nick gegeben hat, war ausgesprochen gut. Für mich war es eine mehr als positive Vorstellung. Auch das Team war sehr angetan", sagte Theissen.

"Eindrucksvoll" sei es gewesen, gab sogar Teamchef Frank Williams zu. Schon in der kommenden Woche soll der 27 Jahre alte Mönchengladbacher auf der spanischen Rennstrecke von Jerez erneut sein Können unter Beweis stellen. "Das deutet schon an, dass er seine Sache sehr gut gemacht hat", sagte Theissen.

"Ich habe getan, was ich konnte und meine Chance genutzt", freute sich Heidfeld. "Es sieht besser aus, als im vergangenen Winter", fand sein Manager Werner Heinz. Damals war "Quick Nick" erst kurz vor Saisonbeginn bei Jordan-Ford eingestiegen. Diesmal muss der 27- Jährige "nur" noch einmal schneller sein als Williams-BMW-Testfahrer Antonio Pizzonia. Der Brasilianer ist wohl der einzige noch verbliebene Konkurrent um den begehrten Cockpit-Platz.

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