Bulle & Bär
Wenn die Dividende lockt

Es gibt bekanntlich viele Wege, die zum Ziel führen. So haben mir private Anleger stets ganz unterschiedliche Strategien ihres Erfolgs an der Börse geschildert.

Der eine setzt grundsätzlich auf Turn-around-Kandidaten, andere verlassen sich auf langfristige Chart-Signale oder pflegen ein „Spaß-Depot“, wie es ein älterer Herr aus Süddeutschland nannte: Am Jahresende werden alle Aktien verkauft und durch neue ersetzt, die keinen Spaß gemacht haben – die also in diesem Jahr schlechter als der entsprechende Index abgeschnitten haben. An den anderen Aktien wird festgehalten.

Ein unspektakulärer, aber altbewährter Ansatz ist der Kauf von Unternehmen, die hohe Ausschüttungen zahlen, und das nicht nur ausnahmsweise für ein Jahr. Interessant ist diese Auslese für Anleger, die nicht unbedingt auf hohe Kursgewinne setzen, dafür aber gerne einen kalkulierbaren Ertrag aus Aktien suchen. Hier steht der Aktienmarkt also in unmittelbarer Konkurrenz zum Anleihenmarkt. In der Regel ist ein Depot mit ausschüttungsfreudigen Aktien attraktiver als Bundesanleihen – trägt dafür aber auch ein höheres Risiko.

Rendite-Fans können sich mit Blick aufs nächste Jahr schon die Hände reiben. Denn es wird einen neuen Dividenden-Rekord in Deutschland geben, wie das Handelsblatt aufgrund einer Untersuchung berichtet. Die Rendite-„Könige“ werden Prognosen zufolge Renditen von 4,4 bis 4,5% (Tui, RWE) abwerfen, an der Spitze steht die Deutsche Telekom mit 5,7%. Übrigens: Internationale Studien belegen, dass sich die Kurse dividendenstarker Unternehmen meist auch besser entwickeln als der Gesamtmarkt. Das ist doch was, oder?

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