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Bullen hielten sich zurück

Die Bullen scheinen noch etwas eingerostet zu sein. Nur langsam, aber dafür sicher, haben die Maskottchen der Optimisten den unerwartet positiven Arbeitsmarktbericht zum Wochenausklang zur Kenntnis genommen. Nach Anfangsverlusten arbeitete sich der Aktienmarkt, allen voran der Dow Jones Index, ab 16 Uhr MEZ dem Norden entgegen.

Immerhin konnte der Dow Jones freundlich schließen. In der ersten Tageshälfte wirkten sich vor allem die Kursverluste bei Aktien von zyklischen Unternehmen auf den Aktienmarkt belastend aus. Sowohl Alcoa als auch 3M und DuPont gehörten zeitweise zu den größten Verlierern im Dow Jones.

Der nationale Einkäufer Index, ein Indikator für die Geschäftsaktivitäten in der verarbeitenden Industrie, fiel im Mai unerwartet schwach aus. Zudem deutete der Arbeitsmarktbericht darauf, dass der rapide Stellenabbau im verarbeitenden Gewerbe auch weiterhin anhält. Zyklische Aktien konnten sich in den letzten Stunden jedoch von den Tiefständen erholen. Anscheinend haben sich Investoren daran erinnert, dass ein unerwartet guter Arbeitsmarktbericht und eine Erholung bei dem Verbrauchervertrauen auch Vorboten einer Wirtschaftserholung sind könnte. Abgesehen von Chipwerten, konzentrierten sich Kursgewinne an der Wall Street weniger auf Branchen, sondern auf Einzelwerte.

So profitierte die Aktie von Palm von weiteren Bemühungen des Managements die Kosten des Unternehmens zu senken. In einer Pressemitteilung sprach der Hersteller von Kleincomputern ebenfalls von Zeichen einer Erholung. Mit einem dicken Plus gehen auch die Aktien von King Pharmaceuticals ins Wochenende. Der Konzern revidierte die Prognosen für das Geschäftsjahr 2002 nach oben. Ein Anstieg an Rezeptverschreibungen für King-Medikamente wird zu einem unerwartet hohen Gewinn und Umsatz führen. Ein unerwartet geringer Quartalsverlust und die Bekanntgabe eines Aktiensplits im Verhältnis zwei zu eins ließen die Aktien von FuelCell bis in die letzte Handelsstunde hinein fest tendieren. Was die zahlreichen Analystenkonferenzen betrifft, konnte lediglich DuPont Schlagzeilen machen. Wie befürchtet hatte der Chemiekonzern auf seiner Analystenkonferenz nichts Gutes zu sagen. So werden die Entlassungen größer als bisher erwartet ausfallen. Erst vor wenigen Wochen hatte das Management die geplanten Entlassung auf vier Prozent der Belegschaft beziffert. Das laufende Quartal sei eine "Herausforderung", kommentierte Vorstand Charles Holliday. Ferner werde das zweite Halbjahr etwas schwächer ausfallen als der Vorjahreszeitraum. Optimistisch gestimmt zeigte sich das Management für das Fiskaljahr 2002. Analystentagungen werden auch in der kommenden Woche im Mittelpunkt stehen.

So wird sich am 4. Juni Computer Associates, Vodafone und Broadvision den Analysten stellen, gefolgt von Amazon am 5. Juni. Am 6. Juni stehen Konferenzen bei Hewlett-Packard und Intel an.

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