Bund der Steuerzahler fordert:
"Keine staatlichen Bürgschaften für Bundesliga-Vereine"

Die Steuerzahler sollen nicht für die Spieler-Gehälter haften. Mit diesem Appell wendet sich der Bund der Steuerzahler gegen mögliche Bürgschaften in Höhe von 200 Millionen Euro des Bundes und einiger Länder für die Fußball-Vereine der ersten und zweiten Bundesliga.

HB/Wiesbaden. Die Bürgschaften wurden von Politikern ins Gespräch gebracht, nachdem die Vereine aufgrund einer möglichen Pleite des Kirch-Konzerns und damit ausfallender Gebühren für die Fernseh-Übertragungsrechte die Befürchtung geäußert hatten, selbst in den Pleite-Strudel gerissen zu werden.

Der Steuerzahler-Bund sieht die Vereine in der Eigenverantwortung, denn sie hätten die Verträge mit Kirch selbst initiiert: "Als die Zeiten noch rosig waren und die Gehälter der Spieler schier unaufhaltsam in die Höhe schossen, wurde diese Entwicklung seitens der Vereine mit marktwirtschaftlichen Prinzipien begründet." Diese sollten, so der Bund der Steuerzahler weiter, auch jetzt greifen: "Sinkende Gehälter sind in einer Marktwirtschaft ebenso möglich wie steigende."

Es dürfe nicht dazu kommen, aus wahltaktischen Gründen die Finanzierung der Millionen-Gehälter vieler Profi-Fußballer durch staatliche Garantien abzusichern. "Statt dessen könnten sich die Spieler ein Beispiel an den Holzmann-Beschäftigten nehmen und ihren Arbeitgebern den Verzicht auf Teile ihrer Gehälter anbieten", lässt der Bund weiter verlauten. In der Zwischenzeit sollten die Fußball-Vereine ihre Gehaltspolitik überdenken, um ihre Finanzen wieder auf ein festes Fundament zu stellen.

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