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Bund hält an längerer Arbeitszeit für Beamte fest

Der Bund wird trotz heftiger Proteste der Gewerkschaften die Wochenarbeitszeit für seine 130 000 Beamten zum 1. Oktober von jetzt 38,5 auf 40 Stunden erhöhen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und der Deutsche Beamtenbund (dbb) drangen bei einem so genannten Beteiligungsgespräch im Innministerium mit ihren Einwänden nicht durch.

dpa BERLIN. Der Bund wird trotz heftiger Proteste der Gewerkschaften die Wochenarbeitszeit für seine 130 000 Beamten zum 1. Oktober von jetzt 38,5 auf 40 Stunden erhöhen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und der Deutsche Beamtenbund (dbb) drangen bei einem so genannten Beteiligungsgespräch im Innministerium mit ihren Einwänden nicht durch.

Der Bund folgt mit seinen Plänen den Ländern, wo die Beamten inzwischen fast überall 40 Stunden arbeiten müssen. Bayern will die Arbeitszeit für seine Landesbeamten sogar auf 42 Stunden erhöhen.

Das DGB-Vorstandsmitglied Ingrid Sehrbrock nannte die Erhöhung der Arbeitszeiten bei mehr als vier Mill. Arbeitslosen beschäftigungspolitisch kontraproduktiv. Durch sie würden allein beim Bund mittelfristig 5000 Stellen nicht wieder besetzt und schließlich wegfallen. Im gesamten Bundesgebiet drohe ein Abbau von bis zu 70 000 Beamtenstellen. Die längere Arbeitszeit bedeute für die Beamten eine Einkommenseinbuße von 3,9 %.

Der stellvertretende dbb-Vorsitzende Heinz Ossenkamp sagte: "Arbeitszeitverlängerung ist in der heutigen Zeit ein falsches Signal." Der Beamtenbund forderte stattdessen, die Arbeitszeiten stärker zu flexibilisieren. Im Bereich der Bundesministerien sei inzwischen auf Grund des Personalabbaus die Personaldecke dermaßen dünn, dass weitere Einschnitte nicht verkraftet werden könnten.

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