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Bundesamt genehmigt weitere Atommülltransporte ins Ausland

rtr HANNOVER. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat am Donnerstag weitere Frachtgenehmigungen ins Ausland erteilt. Die Behörde entsprach nach eigenen Angaben Anträgen für sechs Transporte aus dem hessischen Atomkraftwerk Biblis in die britische Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield. Die Genehmigungen seien bis zum 31. Juli befristet, teilte das Bundesamt in Salzgitter mit. Damit seien seit Aufhebung des mehrjährigen Transportstopps für dieses Jahr 49 Transporte abgebrannter deutscher Brennelementen in die Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield genehmigt. Am Mittwoch war im französischen La Hague der erste Transport mit Behältern aus süddeutschen Atomkraftwerken eingetroffen. Mehrere hundert Atomkraftgegner hatten dagegen protestiert.

Wann erstmals wieder Atommüll Richtung Sellafield rollen wird, steht nicht fest. Das liege in der Entscheidung der Kraftwerksbetreiber und der Transportfirma Nuclear Cargo + Service, teilte das Bundesamt mit. Eine erste Genehmigung für drei Transporte nach Sellafield war für das Atomkraftwerk im baden-württembergischen Neckarwestheim im Januar erteilt worden. Diese ist bis Ende September befristet. Der von der Bundesregierung mit der Atomwirtschaft ausgehandelte Atomkonsens sieht vor, dass noch bis 2005 abgebrannte Brennstäbe zur Wiederaufbereitung ins Ausland gebracht werden können.

Die Transporte ins Ausland sind wieder möglich, seit vor zwei Wochen erstmals seit 1997 deutscher Atommüll aus der Wiederaufarbeitung in Frankreich zurückgeholt und ins Zwischenlager Gorleben gebracht wurde. Mehrere tausend Atomkraftgegner hatten dagegen protestiert.

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