Bundesarbeitsministerium warnt Mitarbeiter von Schlachthöfen
Mögliche BSE-Ansteckgefahr durch Hautkontakt

ddp BERLIN. Vor dem Hintergrund der BSE-Seuche warnt das Bundesarbeitsministerium Mitarbeiter von Schlachthöfen und Tierkörperbeseitigungsanlagen vor einer möglichen Infektion. Bei Menschen, die mit so genanntem Risikomaterial wie Hirn, Mandeln, Rückenmark und Darmteilen von Tieren in Berührung kämen, sei die Übertragung über Schleimhäute und Hautverletzungen nicht ausgeschlossen, teilte das Ministerium am Donnerstag in Berlin mit. Mitarbeiter sollten deshalb spezielle Schutzkleidung wie wasser- und schnittfeste Handschuhe, Gesichtsmasken, Schürzen und Gummijacken tragen.

Experten schätzen Gefahr als gering ein

Experten zufolge sei die Wahrscheinlichkeit einer Infektion über Schleimhäute oder Verletzungen nach bisheriger Kenntnis gering, unterstrich das Arbeitsministerium. Als Hauptübertragungsweg gelte nach wie vor der Verzehr von BSE-infiziertem Fleisch. BSE steht im Verdacht, beim Menschen eine Variante der tödlichen Creutzfeld-Jakob-Krankheit auszulösen. Bei der Herstellung von Tiermehl könne davon ausgegangenen werden, dass die Produktion unter großer Hitze und Druck ausreiche, die Gefahr der BSE-Infektion zu verringern. Landwirte kämen in der Regel nicht mit den Risikomaterialien in Kontakt.

Das Ministerium rät außerdem, bei einem positiven BSE-Test die Schutzausrüstung, die bei der Schlachtung getragen wurde, zu entsorgen. Außerdem könne bei der Verbrennung importierter Tiermehle teilweise die Abtötung der BSE-Erreger nicht sicher gewährleistet sei. In diesen Fällen sollten die Beschäftigten dem Mehl nicht ausgesetzt werden.

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