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Bundesbank-Präsident Weber: Monetäre Analyse 'nicht überbetonen'DPA-Datum: 2004-07-09 18:11:54

(dpa-AFX) Frankfurt - Die monetäre Analyse ist nach Einschätzung von Bundesbank-Präsident Axel Weber für eine Notenbank zwar wichtig, jedoch nicht mehr zentral. "Man sollte sie nicht vernachlässigen, aber man sollte sie auch nicht überbetonen", sagte Weber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagausgabe).

(dpa-AFX) Frankfurt - Die monetäre Analyse ist nach Einschätzung von Bundesbank-Präsident Axel Weber für eine Notenbank zwar wichtig, jedoch nicht mehr zentral. "Man sollte sie nicht vernachlässigen, aber man sollte sie auch nicht überbetonen", sagte Weber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagausgabe).

Weber betonte im Gespräch mit der Tageszeitung, dass die wirtschaftliche Analyse in der Zwei-Säulen-Strategie der Europäischen Zentralbank (EZB) ihm wichtig sei, "weil der Inflationseffekt einer geldpolitischen Maßnahmen von der wirtschaftlichen Situation abhängt, und zwar ganz zentral."

EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing gilt unterdessen als Garant für die herausgehobene Stellung der monetären Analyse in der EZB-Strategie. Weber entscheidet als Mitglied im Rat der EZB über die Geldpolitik im Euroraum mit. Der Leitzins in der Eurozone beträgt derzeit 2,00 Prozent.

Zur aktuellen geldpolitischen Lage im Euroraum sagte Weber: "Wir sehen in jüngster Zeit Hinweise dafür, dass die Inflationserwartungen gestiegen sind und es gewisse Aufwärtsrisiken für die Preise gibt, weil die Konjunkturerholung sich zu verfestigen scheint. Die verfügbaren Informationen legen aber noch nicht nahe, dass wir auf absehbare Zeit unsere geldpolitische Orientierung ändern müssten."

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