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Bundesbank verdoppelt Zahl der Starter-Kits

Die Bundesbank wird mehr als 100 Millionen Euro-Päckchen verteilen, doppelt so viele wie geplant. Damit soll sichergestellt sein, dass jeder Bundesbürger ein Münzenpaket erhalten kann.

ap FRANKFURT/MAIN. In Erwartung eines großen Ansturms auf die ersten Euro-Münzen will die Bundesbank doppelt so viel so genannte Starter-Kits ausgeben, als bisher geplant. Bereits jetzt haben die Banken und Sparkassen 53,5 Mill. Münzmischungen erhalten, wie Bundesbank-Direktoriumsmitglied Edgar Meister der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte. Noch einmal die gleiche Menge könnten die Kreditinstitute ab 17. Dezember an ihre Kunden abgeben. Damit müsse es jedem möglich sein, sich vor dem 1. Januar mit den neuen Münzen vertraut zu machen, sagte Meister.

In den "Starter-Kits" sind 20 ?- und Cent-Münzen zusammengestellt, deren Wert sich auf 10,23 ? addiert. Umgerechnet sind das 20 DM, und zu diesem Preis reichen Banken und Sparkassen ab 17. Dezember die kleine Münz-Sammlung an das Publikum weiter. In der Nacht vom 16. auf den 17. Dezember soll die Ausgabe der Starter-Kits in Frankfurt am Main regelrecht zelebriert werden: Um Mitternacht soll, in Anwesenheit prominenter Gäste, ein großer Gong geschlagen werden, um von der Ausgabe der ersten Euro-Münzen zu künden. Ganz Ungeduldige können dann schon in einer eigens geöffneten Bankfiliale ihre ersten Euro-Münzen abholen.

Der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zufolge haben die Bürger in Deutschland bis Ende November bereits 8,3 Mrd. so genannte Schlafmünzen bei ihren Geldinstituten abgegeben. Damit seien schon jetzt die Erwartungen der Bundesbank, die ursprünglich von sieben Mrd. eingezahlten D-Mark-Münzen ausgegangen war, deutlich übertroffen worden. Die Bundesbank hatte die Verbraucher in einer breit angelegten Werbekampagne aufgefordert, nicht mehr benötigte D-Mark-Münzen schon vor Ende des Jahres auf ihre Konten einzuzahlen.

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