Bundesbank will Gold verkaufen

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Bundesbank will Gold verkaufen

Weil die Deutsche Bundesbank offenbar beabsichtigt, sich von einem Teil ihrer Gold-Reserven zu trennen, ist der Gold-Preis kräftig unter Druck geraten. Der Preis für eine Feinunze stürzt auf 293 Dollar.

HB/ rtr. Der Goldpreis ist am Dienstag auf Grund von Marktspekulationen über Verkäufe durch die Deutsche Bundesbank um gut fünf Dollar eingebrochen. Der Preis für eine Unze (31,1 Gramm) Gold fiel am Nachmittag bis auf 292,20 Dollar, nachdem es zuvor den Londoner Handel mit 299 Dollar notierte. "Es gibt Spekulationen, dass die Bundesbank Gold verkauft. Das macht offenbar in New York die Runde, aber bei einem ziemlich dünnen Handel", sagte ein Händler.

Die Bundesbank - immerhin zweitgrößter Gold-Besitzer der Welt - erwäge zukünftig ihre Goldreserven zu verkaufen, sagte Bundesbank-Chef Ernst Welteke Händlern zufolge der Nachrichten-Agentur Bloomberg. Derzeit gebe es eine Vereinbarung zwischen den Zentralbanken, die eigenen Goldverkäufe zu limitieren, habe die Agentur Welteke zitiert: "Aber ich könnte mir vorstellen, dass wir langsam etwas von unserem Gold verkaufen und den Erlös investieren, so dass er besseren Ertrag bringt - etwa so wie Bundesanleihen." Gegen 19.45 (MEZ) notierte der Gold-Preis bei 293 Dollar. Ein Zweijahres-Hoch mit guten Aussichten auf weitere Kurssteigerungen hatte er am 8. Februar 2002 mit 307,50 Dollar erreicht. Die Phantasie scheint nun erstmal aus dem Markt heraus zu sein.

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