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Bundesbankchef Weber: Euro-Stärke gefährdert Konjunkturerholung nicht

Bundesbankpräsident Axel Weber sieht in dem jüngsten Euro-Anstieg keine Gefahr für die Konjunkturerholung in den Euroländern. Die starke Euro-Aufwertung sei zwar unerwünscht, sagte Weber der "Börsen-Zeitung" (Freitagausgabe).

dpa-afx FRANKFURT. Bundesbankpräsident Axel Weber sieht in dem jüngsten Euro-Anstieg keine Gefahr für die Konjunkturerholung in den Euroländern. Die starke Euro-Aufwertung sei zwar unerwünscht, sagte Weber der "Börsen-Zeitung" (Freitagausgabe). "Der bisherige Rückgang der preislichen Wettbewerbsfähigkeit ist aber nicht so ausgeprägt, dass er die exportgetriebene Konjunkturerholung ernsthaft gefährden könnte." Der Euro hatte am Donnerstag mit 1,3 074 Dollar ein neues Rekordhoch erzielt.

Weber stellte außerdem die Erwartung vieler Marktteilnehmern in Frage, wonach die Dollar-Schwäche anhalten werde. Es gebe "einige Fundamentaldaten, die eine Stärkung des Dollar nahe legen könnten". Dazu zähle die Bewegung der US-Geldpolitik hin zu einem neutralen Zinsniveau und die vergleichsweise günstigeren mittel- bis langfristigen Wachstumsperspektiven der USA.

Der Bundesbankchef vertrat die Ansicht, ein gegenüber dem Euro schwacher Dollar trage wenig zur Korrektur des enormen US-Leistungsbilanzdefizits bei, da es vor allem gegenüber Ländern Asiens bestehe. "Wir brauchen, um die großen Ungleichgewichte zwischen dem asiatischen und amerikanischen Raum abzubauen, mehr Wechselkursflexibilität zwischen diesen beiden Regionen", sagte Weber.

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