Bundesbedienstete bevorzugt
Stoiber sieht volle Angleichung Ost erst 2020

Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber geht nach eigenen Angaben davon aus, dass eine weitgehende Angleichung der Lebensverhältnisse von Ost und West in Deutschland erst bis zum Jahr 2020 zu erreichen sein wird.

Reuters BERLIN. Dem Berliner "Tagesspiegel" sagte der CSU-Politiker laut Vorabmeldung der Ausgabe vom Montag, im Fall eines Wahlsiegs wolle er jedoch für die Bundesbediensteten bereits bis 2007 eine Gleichstellung erreichen. Was die Lohnstrukturen in der Gesamtwirtschaft angehe, müsse man den Menschen "reinen Wein einschenken". "Löhne müssen verdient werden, sie hängen von der Produktivität ab." Deshalb sei eine Anregung der Wachstumskräfte nötig. Deutschland könne auch nur dann wieder der Wachstumsmotor in Europa werden, wenn der Aufschwung im Osten gelinge.

Stoiber warf in dem Interview Bundeskanzler Gerhard Schröder vor, sich zu wenig um die neuen Bundesländer im Osten gekümmert zu haben. Schröder habe ein "politisches Leichtgewicht" für den Osten beauftragt, der die "personifizierte Untätigkeit" sei.

Stoiber, der am heutigen Montag seine außenpolitische Vorstellungsrunde als Unionskanzlerkandidat mit einem Besuch in Frankreich abschließt, hat den CDU-Politiker Lothar Späth als seinen Schattenwirtschaftsminister in den Wahlkampf eingeführt. In dem Interview schloss er eine Kabinettsrolle auch für den brandenburgischen Innenminister Jörg Schönbohm nach der Wahl nicht aus. "Wenn ich eine Regierung bilden kann, werde ich sicher auch mit Herrn Schönbohm reden", sagte Stoiber. Schönbohm gehöre zur absoluten Führungsmannschaft der Unionsparteien.

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