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Bundesdruckerei geht für 2 Mrd. DM an britische Apax

dpa/afx BERLIN. Die Banknoten- und Ausweisdruckerei des Bundes geht in britische Hände über: Wie das Bundesfinanzministerium am Dienstag in Berlin mitteilte, übernimmt britische Investmentfonds Apax die Bundesdruckerei GmbH. Der Kaufvertrag wurde demnach am selben Tag unterzeichnet. Das Finanzministerium nannte keine Summe für die Transaktion; ein Apax-Sprecher bezifferte den Kauf gegenüber der Nachrichtenagentur afp aber mit rund 2 Mrd. DM (gut 1 Mrd. Euro).

Beide Seiten betonten, die Sicherheitsinteressen des Bundes bei der Entwicklung, Herstellung und Lieferung von Personaldokumenten des Bundes blieben gewahrt. Die Bundesdruckerei mit rund 3 500 Mitarbeitern sowie Giesecke & Devrient in München sind die einzigen deutschen Unternehmen, die auch Euro-Banknoten drucken.

Nach Angaben beider Seiten zählt die Bundesdruckerei zu den führenden Konzernen im Markt für Hochsicherheitstechnologie. Das Unternehmen, das als selbstständige Einheit später an die Börse gebracht werden soll, produziert außer Personalausweisen, Reisepässen und EU-Führerscheinen vor allem Banknoten unter anderem für die Europäische Zentralbank (EZB), Briefmarken sowie Steuerzeichen. Im zu Ende gehenden Jahr rechnet der Konzern mit einem von 900 Mill. DM auf 1,1 Mrd. DM gestiegenen Jahresumsatz. Um die Bundesdruckerei hatten sich rund 100 Bieter beworben. Die Geschäftsführer betonten, mit Apax Fonds stehe dem Unternehmen nun ein starker Partner zur Seite. Apax ist bereits unter anderem an der deutschen Raststättengesellschaft Tank & Rast beteiligt.

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