Bundesfinanzhof ändert Rechtsprechung
Sprachkurs im Ausland nicht automatisch Privatvergnügen

Steuerzahler können Sprachreisen ins EU-Ausland als Werbungskosten geltend machen, wenn der Kurs ausschließlich dem beruflichen Fortkommen dient.

ddp/vwd MÜNCHEN. Das stellte der Bundesfinanzhof in einem aktuellen Urteil klar (AZ: VI R 168/00). Finanzämter hatten die Anerkennung von Kosten für einen Auslandssprachkurs bisher abgelehnt, wenn der Kurs im Ausland stattfand. Der Auslandsaufenthalt sei zu sehr mit touristischen Aktivitäten und damit persönlichen Gründen verbunden.

Jetzt hat der Bundesfinanzhof die Rechtsprechung in dieser Frage geändert. Demnach diene ein Auslandssprachkurs nicht automatisch eher dem Privatvergnügen als ein Lehrgang im Inland. Laut EG-Vertrag müssen außerdem Sprachkurse in allen Ländern der EU gleichbehandelt werden. Für den Steuerzahler heißt das: Er muss das Finanzamt davon überzeugen, dass der Lehrgang ausschließlich der beruflichen Weiterbildung dient. Werden die Kosten mit der erläuterten Begründung nicht anerkannt, sollten Betroffene unter Berufung auf das Aktenzeichen Einspruch erheben.

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