Bundesforschungsministerin setzt auf Erforschung alternativer Methoden
Bulmahn gegen das Klonen embryonaler Stammzellen

ddp BERLIN. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) sieht keinen Anlass, das Klonen von menschlichen Embryonen zu Forschungszwecken zuzulassen. Es gebe eine ethische Grenze, die nicht überschritten werden dürfe, sagte Bulmahn am Mittwoch in Berlin. Sie wandte sich damit gegen einen entsprechenden Beschluss des britischen Unterhauses. Das Verbot des Kopierens menschlicher Embryonen muss nach Überzeugung der Ministerin Bestand haben.

"Wir müssen deutlich machen, dass das menschliche Leben große Bedeutung hat", betonte die Forschungsministerin. Sie sprach sich dafür aus, in der Wissenschaft nach Alternativen zum Klonen von Embryonen zu suchen. Als Beispiel nannte sie die Forschung mit Stammzellen von erwachsenen Menschen. Diese Forschungsrichtung sei vertretbar. Bulmahn setzte sich gleichzeitig für eine gesellschaftliche Debatte über das Embryonenschutz-Gesetz aus.

Großbritannien habe sich mit seinem Beschluss isoliert, sagte Bulmahn. Es gebe einen großen Konsens in Europa und den USA, das Kopieren vom Embryonen zu Forschungszwecken nicht zuzulassen. Bulmahn wies auf die Menschenrechtskonvention zur Biomedizin des Europarates hin, die solche Forschungsmethoden verbiete.

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