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Bundesinstitut empfiehlt Anwendungsbeschränkung bei Pfizer-Mittel Celebrex

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bfarm) warnt angesichts neuer Studien vor dem uneingeschränkten Gebrauch des Pfizer -Schmerzmittels Celebrex.

dpa-afx FRANKFURT/BONN. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bfarm) warnt angesichts neuer Studien vor dem uneingeschränkten Gebrauch des Pfizer-Schmerzmittels Celebrex. Als Vorsichtsmaßnahme halte es das Bfarm beim gegenwärtigen Kenntnisstand nicht mehr für vertretbar, Patienten mit erhöhtem Risiko für Herzkreislauferkrankungen oder solchen Erkrankungen in der Vorgeschichte mit dem Celebrex-Wirkstoff Celecoxib zu behandeln, teilte die Behörde am Montag mit.

Bei diesen Patienten sollten alternative Medikamente zur Schmerztherapie und Entzündungshemmung erwogen werden. "Kann auf die Behandlung mit Celecoxib nicht verzichtet werden, sollte die niedrigste mögliche Dosis gewählt werden", teilte das Institut weiter mit.

Zurzeit werde bei der Europäischen Arzneimittelagentur (Emea) in London ein Risikobewertungsverfahren durchgeführt, das nach der Marktrücknahme des Merck & Co. - Medikaments Vioxx veranlasst wurde und in dem das kardiovaskuläre Risiko aller in der EU zugelassenen Coxibe erneut bewertet wird.

Die US-Gesundheitsbehörden hatten bei einer Studie zum Rheumamittel Celebrex des US-Konzerns Pfizer ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen entdeckt. Zur Medikamenten-Klasse der so genannten Cox-2-Hemmer zählen auch das als Celebrex-Nachfolger gehandelte Präparat Bextra und das Mittel Vioxx, das der US-Pharmakonzern Merck & Co wegen erhöhtem Herzinfarkt-Risiko im September vom Markt genommen hatte.

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