Bundeskabinett tagte auf Weltausstellung
Regierung sieht Expo im Aufwärtstrend

ap HANNOVER. Die Bundesregierung ist nach den Worten von Staatssekretär Uwe-Karsten Heye weiterhin vom Erfolg der Expo 2000 überzeugt und will sich mit der Aufteilung des Defizits erst nach Ende der Großveranstaltung befassen. Über die Besucherzahlen der Expo habe es natürlich Annahmen gegeben, "die sich leider nicht bewahrheitet haben", sagte Heye am Mittwoch in Hannover nach einer Aussprache des Bundeskabinetts über die Expo. Die Ausstellung werde sich jetzt jedoch nach oben entwickeln, wenn auch etwas langsamer als vorgesehen. Sie sei eine Weltausstellung, "die gewollt ist und deren Erfolg gewollt ist".

Völlig verfehlt sei es, schon jetzt über ein Defizit der Weltausstellung zu diskutieren, von dem noch niemand wisse, ob oder in welcher Höhe es anfallen könne. "Gerechnet wird am Ende", betonte der Regierungssprecher. Dann würden nach dem Motto "jeder trage des anderen Last" die Bürden definiert, die von den Beteiligten zu übernehmen seien. Die Gesellschafter der Expo GmbH, an der der Bund 40 % und das Land Niedersachsen 30 % halten, würden das Gesellschafterrecht durchaus kennen. Allerdings sei am Ende neben dem betriebswirtschaftlichen auch das volkswirtschaftliche Ergebnis der Expo zu betrachten.

Expo-Generalkommissarin Birgit Breuel, die kurzzeitig an der Sitzung teilnahm, sagte, sie habe "selten in ihrem Leben so viel Rückendeckung erhalten", wie im Bundeskabinett. Die Begeisterung für die Expo würde vom Kabinett mitgetragen. Bei einer Bewertung der Weltausstellung seien auch die Steuermehreinnahmen zu berücksichtigen, die etwa auf Investitionen des Auslandes auf dem Expo-Gelände oder durch Weltausstellungsbesucher aus dem Ausland entstünden.

Die Unterstützung von Bundeskanzler Gerhard Schröder, der die Ausstellung bereits sechs bis sieben Mal besucht habe, sei evident, sagte Regierungssprecher Heye. Spezifische Notwendigkeiten zu noch mehr Unterstützung sehe er nicht.



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