Bundeskanzler betrachtet Tarifkonflikt insgesamt als erledigt
Schröder wertet Einigung als Pilotabschluss

Bundeskanzler Gerhard Schröder wertet den am Mittwochabend im Südwesten Deutschlands erreichten Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie als Pilotabschluss. Nach Ansicht des stellvertretenden FDP-Vorsitzenden Rainer Brüderle ist der Abschluss angesichts der schwachen Konjunktur zu hoch ausgefallen.

vwd BERLIN. "Ich gehe davon aus, dass damit der Konflikt insgesamt erledigt ist", sagte Schröder am Donnerstag vor den Abgeordneten des Deutschen Bundestags in Berlin. Das Ende des Tarifkonflikts in der Metallbranche in Baden-Württemberg zeige zudem, dass der, der das freie Spiel von Gewerkschaften und Arbeitgebern außer Kraft setze, indem er der einen Seite die Rechte nehme, mit dem Feuer spiele.

Nach der Einigung sollen die Löhne in der Metall- und Elektrobranche im Südwesten Deutschlands zum 1. Juni des laufenden Jahres um vier Prozent und ab 1. Juni 2003 um 3,1 % steigen. Die Laufzeit des Tarifvertrages endet am 31. Dezember 2003. Nun stehen Gespräche über die Übertragung des Pilotabschlusses auf die anderen Regionen bevor.

Brüderle kritisierte die gefundene Vereinbarung für Baden-Württemberg. "Es werden Arbeitsplätze verloren gehen und es zeigt sich einmal mehr, dass die Arbeitslosen in Deutschland keine Gewerkschaft haben", sagte der FDP-Politiker am Donnerstag im Deutschlandfunk.

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