Bundeskanzler in Washington eingetroffen
Schröder: Keine Führungsrolle in Afghanistan

Bundeskanzler Gerhard Schröder ist am späten Mittwochabend (Ortszeit) zu zweitägigen Gesprächen in den USA eingetroffen. In Washington wird er an diesem Donnerstag mit US- Präsident George W. Bush zusammenkommen.

dpa WASHINGTON. Dabei will Schröder nach Angaben aus seiner Delegation um Verständnis werben, dass Deutschland vorläufig nicht die Führung der internationalen Afghanistan- Schutztruppe übernehmen kann.

Nach Überzeugung der Bundesregierung ist die Bundeswehr für eine solche anspruchsvolle Aufgabe bis auf weiteres materiell und personell nicht in der Lage. Auf deutsche Seite zeigte man sich überzeugt, dass der US-Präsident diese Position versteht. Der Kanzler will gegenüber dem Präsidenten aber die konkrete Bereitschaft signalisieren, den Aufbau der Polizei in Afghanistan großzügig zu unterstützen. Geholfen werden soll dem Land von Deutschland auch im Erziehungs- und Gesundheitswesen sowie in der Landwirtschaft.

Weiteres Gesprächsthema ist der Nahe Osten. Der Kanzler will im Gespräch mit Bush deutlich machen, dass ohne ein starkes Engagement der USA eine Friedensregelung nicht denkbar sei. Am Freitag trifft Schröder in New York auch Israels Außenminister Schimon Peres. Dort hält Schröder vor dem Weltwirtschaftsforum eine Rede.

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