Bundeskanzler Schröder sieht keinen Handlungsbedarf
Forscher wollen Stammzellen nutzen

Für die Bekämpfung von Krankheiten soll künftig auch in Deutschland an Zellen von Embryos geforscht werden. Kritik kam von den Grünen.

HB DÜSSELDORF. Für die Bekämpfung von Krankheiten soll künftig auch in Deutschland an Zellen von Embryos geforscht werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sprach sich in am Donnerstag veröffentlichten Empfehlungen dafür aus, den Bedarf zunächst durch den Import von Stammzellen zu ermöglichen. Um Abhängigkeiten von kommerziellen Anbietern zu vermeiden, sollten nach Ansicht der DFG jedoch auch Forschern die Herstellung embryonaler Stammzellen erlaubt werden, die bei der künstlichen Befruchtung entstehen.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sieht beim Schutz menschlicher Embryonen vor gentechnischen Experimenten keinen akuten Handlungsbedarf für den Gesetzgeber. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, den neu gegründeten "Nationalen Ethikrat" mit der Thematik zu beschäftigen. In dieses Gremium hat Schröder auch DFG-Präsident Ernst-Ludwig Winnacker berufen.

Die Grünen-Abgeordnete Monika Knoche kritisierte die Leitlinien der DFG. Sie fordert eine enge Auslegung des Embryonenschutzgesetzes oder ein Importverbot. Zustimmung kam dagegen von der CDU-Abgeordneten Katherina Reiche. "Deutschland darf den Anschluss bei der Stammzellenforschung nicht verpassen."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%