Bundeskartellamt
Bahn muss Trassenpreise für Privatbahnen senken

Der Ex-Monopolist bevorzugt die eigenen Töchter, während kleine Privatbahnen deutlich höhere Preise für die Nutzung der Strecken zahlen müssen.

adx MÜNCHEN. Das Bundeskartellamt in Bonn verlangt von der Deutschen Bahn (DB) eine Verbilligung der Trassenmiete. Der Ex-Monopolist bevorzugt die eigenen Töchter, während kleine Privatbahnen deutlich höhere Preise für die Nutzung der Strecken zahlen müssen, sagte Kartellamtschef Ulf Böge im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstausgabe). Die Diskriminierung müsse ein Ende haben. Die Wettbewerbshüter erwarten, dass die Bahn bis spätestens Ende August die Trassenpreise für die bislang benachteiligte Konkurrenz herabsetzt. Böge sagte, seine Behörde habe in den vergangenen Monaten insgesamt acht Fälle untersucht. Das Ergebnis sei eindeutig. "Die derzeitigen Trassenpreise sind nicht akzeptabel", sagte der Kartellamts-Chef, weil den Bahntöchtern durchweg ein großer Rabatt gewährt werde.

Das Kartellamt war tätig geworden, nachdem sich dort mehrere DB-Konkurrenten über die hohen Trassenmieten beschwert hatten. Unter den Klägern waren die Hessische Landesbahn und die Deutsche Eisenbahngesellschaft, eine Tochtergesellschaft des französischen Verkehrs-, Energie- und Medienkonzerns Vivendi.

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