Bundeskartellamt ermittelt wegen Preisabsprachen: Heidelberg Cement trifft Vorsorge für Kartellstrafe

Bundeskartellamt ermittelt wegen Preisabsprachen
Heidelberg Cement trifft Vorsorge für Kartellstrafe

Der Bauzulieferer Heidelberg Cement rechnet nach eigenen Angaben mit einer Kartellamtsstrafe wegen angeblicher Preisabsprachen. "Gegen den zu erwartenden Bußgeldbescheid werden wir voraussichtlich Rechtsmittel einlegen", hieß es in dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht 2002.

Reuters FRANKFURT. Zugleich ist dem Bericht zu entnehmen, dass Heidelberg Cement bilanzielle Vorsorge für den Fall einer Kartellamtsstrafe unternommen hat. "Für Restrukturierungsmaßnahmen und sonstige Risiken, einschließlich für Risiken aus dem schwebenden Kartellverfahren, wurde gleichfalls eine ausreichende Risikovorsorge getroffen", heißt es im Anhang. Die Summe wurde nicht genannt, die sonstigen Rückstellungen wurden für 2002 mit insgesamt 338,5 Mill. Euro ausgewiesen nach 289 Mill. Euro im Jahr davor.

Das Bundeskartellamt ermittelt gegen fast 30 Zementhersteller wegen angeblicher Quoten- und Preisabsprachen. Heidelberg Cement hat bisher stets betont, in dem Verfahren eine "untergeordnete Rolle" zu spielen. Reuters hatte jedoch aus Branchenkreisen erfahren, dass dem Unternehmen möglicherweise eine Buße von bis zu 400 Mill. Euro droht.

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