Bundeskartellamt erteilt Absage
Liberty-Pläne gescheitert

Das Bundeskartellamt hat die geplante Übernahme des TV-Kabels der Deutschen Telekom durch Liberty Media endgültig abgelehnt.

and/slo LONDON/ DÜSSELDORF Die Behörde kommt in ihrer 86 Seiten langen Absage zu dem Ergebnis: "Stellt man die wettbewerblichen Verbesserungen und Verschlechterungen einander gegenüber, so ist davon auszugehen, dass das Vorhaben den Wettbewerb weiter vermindern würde."

Das Kartellamt hat immer wieder deutlich gemacht, dass es den Wettbewerb auf dem Kabelmarkt durch den Liberty-Einstieg gefährdet sieht. Das wollte die Behörde nur akzeptieren, wenn der US-Konzern in einem anderen Bereich zügig für mehr Wettbewerb sorgt: beim Telefonieren und bei schnellen Internetzugängen. Dies hat Liberty abgelehnt.

Der Telekom fehlen jetzt 5,5 Mrd. Euro aus dem Kabel-Deal. Der Erlös war für den Schuldenabbau eingeplant. Der Vertrag zwischen der Telekom und Liberty kann nach Informationen aus dem Umfeld der Unternehmen nach dem offiziellen Verbot durch das Kartellamt problemlos aufgelöst werden.

Unterdessen hat Tom Crema von dem Londoner Finanzmakler Compere dem Handelsblatt bestätigt, dass sein Unternehmen weiter bereit sei für das Telekom-Kabel zu bieten. Man habe kein Problem, den Kaufpreis von 5,5 Million Euro mit "finanziellen Partnern" zu zahlen. Die Namen der Partner wollte Crema nicht nennen.

Eine weitere Alternative: Kleinere Kabelnetzfirmen wie Bosch und Telecolumbus haben Branchenkreisen zufolge ebenfalls Interesse an einigen Kabelnetzregionen der Telekom. Der Nachteil für den Bonner Konzern: Er würde seine verbliebenen Kabelnetze nicht auf einen Schlag und nicht zu den bisher gehandelten Summen los.

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