Bundeskartellamt stimmt dem Erwerb der König-Brauerei unter Auflagen zu
Konzernumsatz von Holsten steigt um fast 31%

Für die ersten sechs Monate berichtet Holstein von hohen zweistelligen Wachstumsraten bei Absatz, Umsatz und Ergebnis.

Reuters HAMBURG. Wegen des außerordentlich schlechten Wetters habe der Absatz branchenweit um 20 bis 30 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen, teilte Holsten in einem Zwischenbericht für das erste Halbjahr am Mittwoch mit. Davon sei Holstein in ähnlicher Größenordnung betroffen. Es seien Maßnahmen eingeleitet worden, um das angestrebte Ergebniswachstum für das gesamte Geschäftsjahr zu sichern.

Für die ersten sechs Monate berichtete Holstein von hohen zweistelligen Wachstumsraten bei Absatz, Umsatz und Ergebnis. Dabei habe sich der Umsatz überproportional zum Absatz erhöht, teilte Holsten mit. Während der Getränkeabsatz bis zur Jahresmitte weltweit um 17,5 Prozent auf gut elf Millionen Hektoliter zugelegt habe, sei der Konzernumsatz um knapp 31 Prozent auf 1,153 Milliarden Mark gewachsen.

Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBDIT) erhöhte sich den Angaben zufolge um 45,5 Prozent auf 97,8 Millionen Mark. Der Halbjahresüberschuss verbesserte sich um 18 Prozent auf 7,9 Millionen Mark. Zugleich erhöhte sich der Cash Flow um 50,8 Prozent auf 75,4 Millionen; und das Ergebnis je Aktie legte um 48,5 Prozent auf 0,49 (0,33) Mark zu.

Der Bierabsatz im Inland wuchs um 26,8 Prozent auf 4,5 Millionen Hektoliter. Damit habe sich der Marktanteil der Holsten-Gruppe in Deutschland auf nunmehr neun Prozent (plus 1,9 Prozent) erhöht, hieß es. Ohne den Inlandsabsatz der kürzlich übernommenen König-Brauerei habe Holsten indes einen leichten Absatzrückgang um 2,2 Prozent auf 3,5 Millionen Hektoliter verzeichnet. Im Ausland steigerte Holsten den Bierabsatz einschließlich Lizenzvergaben um 19,6 Prozent auf 1,1 Millionen Hektoliter. Der Absatz alkoholfreier Getränke wurde um 10,5 Prozent auf 5,5 Millionen Hektoliter gesteigert.

Holsten teilte weiter mit, das Bundeskartellamt habe dem Erwerb der König-Brauerei unter der Auflage zugestimmt, dass sich Holsten zur Verhinderung von zu großer Marktmacht in Hamburg und Schlesig-Holstein von der im Norden bekannten Biermarke "Ratsherrn" trenne. Deshalb werde die von der Holsten-Gruppe unabhängige Ratsherrn Vertriebsgesellschaft in Hamburg die Marke "Ratsherrn" übernehmen und das Bier außerhalb der Holsten-Gruppe brauen lassen, hieß es.

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