Bundeskartellamt
Verfahren gegen RWE Net AG und Wemag

Das Bundeskartellamt wirft der RWE Net AG und dem zum Vattenfall-Konzern gehörenden Versorger Wemag AG vor, deutlich überhöhte Messpreise für Stromzähler zu kassieren und hat deshalb ein Kartellverfahren gegen die beiden Unternehmen eingeleitet.

Reuters DÜSSELDORF. Die Preise, die die beiden Unternehmen für Stromzähler und Messen bei Kunden in Haushalten, Gewerbe und Landwirtschaft forderten, rangierten deutlich über denen der Konkurrenz, teilte das Bundeskartellamt am Montag in Bonn zur Begründung mit. So lägen die Gebühren um 40 bis 80 Prozent bei Eintarif- und 95 bis 115 Prozent bei Zweitarifzählern über denen vergleichbarer Unternehmen. Bewahrheite sich der Verdacht des Amts, könnten beide Unternehmen zu Preissenkungen gezwungen werden, sagte ein Sprecher. Kartellstrafen seien dagegen in diesem Fall nicht zu erwarten. Es handele sich aber um ein Musterverfahren - damit könnten Verfahren gegen weitere Unternehmen folgen.

Mit seinem Vorgehen wolle das Amt das Niveau der Messpreise deutlich senken, erklärte Kartellamtspräsident Ulf Böge. Davon könnten vor allem netzunabhängige Stromlieferanten und Haushaltskunden profitieren, da bei dieser Kundengruppe der Anteil der Mess- und Abrechnungskosten bis zu 20 Prozent des Strompreises betrage. RWE Net wollte das Vorgehen des Amts zunächst nicht kommentieren. "Der Vorgang ist bei uns noch nicht bekannt", sagte ein Sprecher.

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