Archiv
Bundeskartellamt will Fusion von Shell und Dea prüfen

Das Bundeskartellamt will die Fusion der Ölkonzerne Shell und Dea prüfen und deshalb die eigentlich bei der Europäischen Kommission liegenden Kompetenzen für den Fall übernehmen.

afp BONN. Mit Rückendeckung des Bundeswirtschaftsministeriums sei ein entsprechender «Verweisungsantrag» in Brüssel gestellt worden, teilte die Behörde am Freitag in Bonn mit. «Der wirtschaftliche und wettbewerbliche Schwerpunkt der beabsichtigten Fusion liegt auf den Mineralölmärkten in Deutschland», hieß es zur Begründung. Und im deutschen Markt kenne sich das Bundeskartellamt am besten aus. Die Behörde kündigte zugleich an, dass sie auch für die geplante Fusion von BP und Veba Oel das wettberwerbsrechtliche Prüfverfahren von der EU-Kommission übernehmen möchte.

An der neuen Gesellschaft Shell & Dea Oil GmbH wollen beide Unternehmen zunächst 50 % halten. Ab 1. Juli 2004 erwirbt Shell einen weiteren Prozentpunkt und ist dann Mehrheitsgesellschafter. RWE-Dea besitzt die Option, später den gesamten weiteren Anteil an Shell zu verkaufen. Das neue Gemeinschaftsunternehmen wird in Deutschland ein Tankstellennetz von insgesamt 3200 Stationen unterhalten, die weiter unter den bisherigen Markennamen betrieben werden sollen. Mit einem Marktanteil von 24 % wird es die größte deutsche Ölgesellschaft sein. Die Fusion wird 750 von 7500 Arbeitsplätzen kosten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%