Bundeskriminalamt geht von Scheingeschäften aus
Klöckner & Co: Schachzug mit 120 Millionen

Über den Verbleib der 120 Millionen Euro, die Anfang des Jahres beim Duisburger Handelshaus Klöckner&Co. (KlöCo) verschwanden, gibt es eine neue Theorie.

wil DÜSSELDORF. Das früher zum Energiekonzern Eon gehörende Unternehmen kaufte mit dem Geld "Bergwerke in Rumänien und Metall verarbeitende Betrieben im Iran". Das teilten die iranischen Brüder Alaghband jetzt dem KlöCo-Vorstand mit.

Die in London lebenden Brüder sind über die Schweizer Holding Balli Klöckner Mehrheitsgesellschafter des Unternehmens KlöCo, das zurzeit von einem Treuhänder verwaltet wird. Mit ihrer Mitteilung wollen die Brüder glauben machen, die verschwundenen Millionen seien irgendwo auf der Welt gut angelegt. Doch geht das im Auftrag der Staatsanwaltschaft ermittelnde Bundeskriminalamt eher von Scheingeschäften aus, um KlöCo auszuplündern. 100 Millionen Euro sind auf den Konten der iranischen Bank Melli Iran in Hamburg gefunden worden. Allerdings soll das Bankhaus Melli das Geld verpfändet und zur Sicherheit für einen Kredit an Balli verwendet haben. Durch diesen Schachzug ist es der Staatsanwaltschaft nicht möglich, die Millionensumme einzufrieren. Weitere 20 Millionen Euro haben Ermittler bei der Schweizer Privatbank UBP gefunden.

Quelle: Wirtschaftswoche

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