Bundesländer verzeichnen drastische Ausfälle bei Körperschaftsteuer
Dramatischer Steuerausfall

Die Einnahmen aus der Körperschaftsteuer sinken noch dramatischer als befürchtet.

Beim "Einmaleffekt", den Bundesfinanzminister Hans Eichel ankündigte, bleibt es nicht. Eine aktuelle Umfrage der WirtschaftsWoche ergab, dass das Körperschaftsteueraufkommen des ersten Halbjahres bei mehr als der Hälfte der 16 Bundesländer noch unter dem des Vorjahres liegt. Den größten Ausfall beklagt Hessen, das zwei Milliarden Euro zurückerstatten muss. In Baden-Württemberg sind es 570 Millionen, in Bayern 440 Millionen, in Sachsen 72 Millionen, im Saarland 31 Millionen. Nordrhein-Westfalen erleidet ebenfalls einen großen Ausfall, will die Höhe aber nicht beziffern.

Auch in den Ländern, die noch Einnahmen verbuchen wie Brandenburg (16 Millionen Euro), Berlin (32 Millionen), Rheinland-Pfalz (76 Millionen) und Schleswig-Holstein (166 Millionen), sank das Aufkommen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, vor allem in Mainz und Kiel. Dort kamen über 40 Prozent weniger in die Kassen. 2001 erstattete der deutsche Fiskus den großen Unternehmen insgesamt knapp 500 Millionen Euro, 2000 hatte er noch knapp 24 Milliarden Euro kassiert. CDU-Finanzexperte Friedrich Merz: "Dieses Land leistet sich allen Ernstes den Luxus, mehr Körperschaftsteuer auszuzahlen als einzunehmen."

Quelle: WirtschaftsWoche

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