Bundesliga-Aufsteiger
Neulinge wollen nur drin bleiben

Die Devise heißt drin bleiben. Auch wenn die drei Aufsteiger in der Fußball-Bundesliga kein Neuland betreten, ist von Großspurigkeit keine Rede. "Unser oberstes und einziges Ziel ist der Klassenverbleib", bekennt Willi Reimann, Trainer von Eintracht Frankfurt.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN.Das gilt auch für die direkten Rückkehrer SC Freiburg und 1. FC Köln. So ist die Marschroute eindeutig für das Trio. Möglichst rasch Punkte sammeln, um am Ende der 41. Spielzeit nicht wieder den Weg zurück in die Zweitklassigkeit antreten zu müssen. Fast schon bescheiden nehmen sich dabei die Etats der Frankfurter Eintracht und des SC Freiburg im Vergleich zum 1. FC Köln aus. Je 24 Millionen Euro und damit doppelt so viel wie im Unterhaus haben die Hessen und die Breisgauer budgetiert und führen damit das hintere Liga-Drittel an.

Zumindest finanziell bewegen sich die Rheinländer, die in der Vorbereitung mit einem Sieg im Finale über den tschechischen Meister Sparta Prag in Bregenz/Österreich den Alpencup 2003 gewannen, bereits auf UI-Cup-Kurs. Mit 34 Millionen Euro liegen sie an siebter Stelle. Die Rheinländer von Trainer Friedhelm Funkel leisteten sich in dem Ukrainer Andrej Woronin (Mainz) 05 einen starken Angreifer und in Ex- Nationalspieler Jörg Heinrich einen erfahrenen Defensiv-Recken.

Prekär sind die Verbindungen der drei Aufsteiger untereinander. Der Wechsel des kongolesischen Nationalspielers Rolf-Christel Guié- Mien von Nordhessen nach Südbaden sorgte Anfang des Jahres für Zündstoff. Leise zog Manager Andreas Rettig von Freiburg nach Köln. Vom Rhein, wo nun der Ex-Freiburger Heinrich wirkt, an den Main verschlug es in der Sommerpause hingegen Torwart Markus Pröll. Dort versprechen sich die Verantwortlichen einiges von Du-Ri Cha, dem 20-jährigen Sohn des ersten Südkoreaners in der Bundesliga, Bum- Kun Cha. Gleiches gilt für den Top-Torjäger in der Vorbereitung, Nico Frommer. Zudem baut die Eintracht, die noch immer auf der Suche nach einem Vorstandsvorsitzenden ist, auf die albanische Triangel mit den Nationalspielern Ervin Skela, Geri Cipi und Mehmet Dragusha.

Dagegen ist das georgische Dreieck des SCF durch Lewan Kobiaschwilis Wechsel zum FC Schalke 04 gesprengt. So bleiben Volker Finke noch Alexander Iaschwili und Lewan Zkitischwili. Der dienstälteste Bundesliga-Coach beim selben Club - seit 1991 im Amt - hat nach eigenem Bekunden "eine Mannschaft zusammen, die sich leidenschaftlich auf die 1. Bundesliga freut". Von spektakulären Neuverpflichtungen haben die für ihre gesunde Haushaltsführung bekannten Badener - wie immer - abgesehen. Finke: "Wenn wir von schwerwiegenden Verletzungen verschont bleiben, werden wir genug Punkte holen, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben."

Brisant sind vor allem die Auftaktpartien des Dreigestirns - allesamt auswärts. Vor allem für die von vielen als Absteiger Nummer 1 gehandelten Frankfurter, die gegen Rekordmeister Bayern München am 1. August die Saison eröffnen. Tags darauf spielt der Freiburg gegen den ehemaligen Champions-League-Finalisten Bayer Leverkusen, während Köln am 3. August zum rheinischen Derby bei Borussia Mönchengladbach antritt und dabei auf seinen Ex-Trainer Ewald Lienen trifft.

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