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Bundesliga beklagt weniger Verletzte

Hamburg (dpa) - Die Fußball-Bundesliga startet mit weniger Personalsorgen als in vergangenen Jahren in die Saison. Trotz der Zusatzbelastung durch die Euroo 2004 in Portugal fallen nur knapp drei Dutzend der rund 450 Profis zum Auftakt der 42. Spielzeit am Wochenende verletzt aus.

Hamburg (dpa) - Die Fußball-Bundesliga startet mit weniger Personalsorgen als in vergangenen Jahren in die Saison. Trotz der Zusatzbelastung durch die Euroo 2004 in Portugal fallen nur knapp drei Dutzend der rund 450 Profis zum Auftakt der 42. Spielzeit am Wochenende verletzt aus.

Zum Vergleich: Nach der Europameisterschaft vor vier Jahren fehlten noch fast 50 Fußballer, nach der Weltmeisterschaft 2002 waren es sogar 52 Akteure.

Die Rekordzahl an Verletzten gibt es bei Rekordmeister FC Bayern München. Ob aber Willy Sagnol (Armbruch), Bastian Schweinsteiger (Knieoperation), Claudio Pizarro (Schädeloperation), Robert Kovac (Muskelfaserriss), Paulo Guerrero (Bänderriss im Knie) oder Alexander Zickler (Schienbeinbruch) zum Saisonauftakt beim Hamburger SV überhaupt aufgelaufen wären, ist fraglich. Schwerwiegender wäre da schon ein Ausfall Sebastian Deislers, der sich im Liga-Pokal-Finale gegen Werder Bremen (3:2) am Knie verletzte. «Das war eine kleine Risswunde, die genäht werden musste. Das ist halb so schlimm», sagte der Mittelfeldakteur und gab damit Entwarnung.

Der wohl tragischste Fall der Liga ist der von Christoph Metzelder (Borussia Dortmund). Aus dem Märchen des wundersamen Aufstiegs vom Regionalliga-Kicker zum Vize-Weltmeister ist längst eine Leidensgeschichte mit ungewissem Ausgang geworden. Zum letzten Mal stand der 23-Jährige am 22. März 2003 in der Bundesliga auf dem Rasen. «Irgendwann wird man mich wieder sehen. Wann, weiß ich nicht», sagte der zwei Mal an der Achillessehne operierte Manndecker in der Vorbereitung. Vermutlich wird er die gesamte Hinrunde ausfallen. Christian Wörns (Achillessehnenprobleme) und Rekonvaleszent Otto Addo sind zum Start nicht dabei.

Beim HSV schauen die Angreifer Benjamin Lauth (Fußbruch) und wohl auch Naohiro Takahara (Lungenembolie) zu. «Wir haben in die Qualität des Teams investiert und nicht in Quantität. Jetzt darf sich keiner mehr verletzen, sonst wird es ganz eng», sagte Trainer Klaus Toppmöller. Double-Gewinner Bremen muss weiter auf Ümit Davala (Schambein-Entzündung) und Krisztian Lisztes (Kreuzbandriss) verzichten. Ohne Yildiray Bastürk (Wadenverletzung) startet Hertha BSC in die neue Saison. «Das können wir verkraften», sagte Manager Dieter Hoeneß. Giuseppe Reina (Kreuzbandriss) und Marko Rehmer (Doping-Sperre) sind ebenfalls zum Zuschauen verdammt.

Leicht geschwächt gehen der VfL Wolfsburg, Hannover 96 , der 1. FC Nürnberg, Mainz 05, der 1. FC Kaiserslautern (alle 2 Verletzte) sowie Bayer Leverkusen, Arminia Bielefeld und Schalke 04 (je 1) ins Rennen. Keine Ausfälle haben der VfL Bochum, der VfB Stuttgart und Hansa Rostock. In Dennis Bührer, Abder Ramdane, Wilfried Sanou und Lars Hermel beklagt der SC Freiburg die zweit meisten Verletzten.

Bei Borussia Mönchengladbach bleibt Steffen Korell der große Pechvogel. Der Abwehrspieler hatte sich gerade nach über einjähriger Zwangspause wieder herangekämpft, als ihn ein Innenbandriss im Knie erneut zurückwarf. Auf ein baldiges Comeback hofft der seit Mai verletzte U-21-Nationalspieler Thomas Broich (Sehnenverletzung). «Es brennt bei mir, ich bin heiß, aber die Vernunft und die Ärzte mahnen zur Vorsicht», sagte der Mittelfeldakteur.

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