Bundesliga-Rechte
Infront erteilt Sat1 vorläufig Absage

Der Miteigentümer der Schweizer Sportrechtefirma Infront, Christian Jacobs, will vorläufig offenbar nicht mehr mit dem Sender Sat1 über den Kauf der Rechte an der Fußball-Bundesliga verhandeln.

Reuters FRANKFURT. "Das Thema Sat1 ist für mich erst einmal erledigt, denn wir sind an langfristigen Partnerschaften interessiert", sagte Jacbos in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview mit dem Magazin "Stern". Die Senderfamilie Pro Sieben Sat1 hatte eine Option zum Kauf der Bundesliga-Fernsehrechte zu den selben Konditionen wie in dieser Saison nicht ausgeübt. Branchenkreisen zufolge zahlt Sat1 für die Erstausstrahlungsrechte an der Fußball-Bundesliga derzeit rund 80 Millionen Euro, macht damit aber Verluste. Auch die Sender RTL, ARD und ZDF hatten den Kauf der Rechte zu diesen Preisen abgelehnt.

Dem "Stern" zufolge will Jacobs die Bundesliga notfalls selbst ausstrahlen, wenn sich kein Käufer findet. Zusammen mit seinem Partner bei Infront, dem französischen Investor Robert Louis-Dreyfus, prüfe der Hamburger Industriellensohn einen Einstieg beim Deutschen Sport Fernsehen (DSF). Die Tochter der insolventen KirchMedia steht zusammen mit der Internetplattform sport1.de zum Verkauf. Weitere Interessenten sind der skandinavische Medienkonzern Modern Times, ein Konsortium um den Rechtehändler EM.TV und DSF-Geschäftsführer Stefan Ziffzer selbst.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%