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Bundesliga-Spitzentrio gibt sich keine Blöße

Der VfL Wolfsburg führt weiterhin das souveräne Spitzentrio der Fußball-Bundesliga an. Dank des 2:1-Siegtores von Diego Klimowicz gegen den 1. FC Kaiserslautern in der Schlussminute behauptete Wolfsburg am 6. Spieltag die „Pole Position“.

dpa DÜSSELDORF. Der VfL Wolfsburg führt weiterhin das souveräne Spitzentrio der Fußball-Bundesliga an. Dank des 2:1-Siegtores von Diego Klimowicz gegen den 1. FC Kaiserslautern in der Schlussminute behauptete Wolfsburg am 6. Spieltag die "Pole Position".

Mit dem Sieg hielten die Wolfsburger die Verfolger VfB Stuttgart und Werder Bremen auf Distanz. Rekordmeister Bayern München setzte seine leidenschaftslose "Dusel-Tour" fort und verbesserte sich mit dem 3:1 gegen den SC Freiburg auf den vierten Rang.

Dabei profitierten die Bayern vom 1:1 zwischen Neuling FSV Mainz 05 und Borussia Dortmund. In der zweiten Sonntags-Partie schlug der Hamburger SV dank zweier Treffer von Naohiro Takahara Hertha BSC 2:1. Der HSV verbesserte sich auf Rang 13, Trainer Klaus Toppmöller dürfte vorerst im Amt bleiben.

Für den vom attraktiven Fußball träumenden Felix Magath war die dürftige Vorstellung der Münchner Bayern gegen Freiburg kein Jubelgrund: "Das war sicher kein Fortschritt." Torjäger Roy Makaay stellte vor dem Champions-League-Spiel gegen Ajax Amsterdam und dem Bundesliga-Hit bei Meister Werder Bremen ernüchtert fest: "Wir haben schlecht gespielt. Das einzig Gute ist, dass wir gewonnen haben."

Die Münchner Stars suchen weiter ihre Form, andere haben sie gefunden: Stuttgart nahm mit dem 3:0 gegen Bayer Leverkusen erfolgreich Revanche für das am letzten Spieltag der Vorsaison an die rheinische Konkurrenz verlorene Ticket für die europäische Königsklasse. "So ganz kann man es nicht mehr gut machen, dass wir nun im Uefa-Cup statt in der Champions League spielen. Aber wir waren richtig heiß. Von daher ist dieser Sieg umso schöner und wichtiger", erklärte VfB-Nationalspieler Philipp Lahm. Bayer erlebte nach den Pleiten gegen Mainz (0:2) und Nürnberg (2:2) einen weiteren Rückschlag. "Vielleicht hat es uns nicht gut getan, zwei Riesenspiele gegen Bayern und Real Madrid gemacht haben", vermutete Trainer Klaus Augenthaler nach der dritten Ligapartie ohne Sieg.

In erstklassiger Verfassung präsentiert sich rechtzeitig vor dem Champions-League-Spiel gegen den FC Valencia Double-Gewinner Bremen. Dem schon als Fehleinkauf abgestempelten Miroslav Klose gelang mit dem vierten "Dreierpack" seiner Karriere und dem zweiten in der Bundesliga beim 4:1 in Bochum ein eindrucksvoller Beweis seiner Klasse. "Das gibt mir Selbstvertrauen", sagte der "Edeljoker" nach seinem in nur 20 Minuten erzielten Hattrick. Ein ähnlich glückliches Händchen wie bei der Einwechslung Kloses (46.) für den Gelb-Rot-gefährdeten Nelson Valdez ist Trainer Thomas Schaaf auch gegen Valencia zu wünschen.

Wolfsburg thront zwar an der Spitze, doch die Leistung gegen die Pfälzer sahen beim VfL alle Verantwortlichen selbstkritisch. "Die Plätze eins, zwei oder drei sind uns egal. Wir können um Platz fünf mitspielen", sagte Siegtorschütze Klimowicz. Gerets kritisierte, dass man "zu viel mit Herz, aber zu wenig mit Kopf" gespielt habe.

Die ersten Saisonsiege feierten im Aufsteiger-Duell Arminia Bielefeld (2:1 beim 1. FC Nürnberg) und Hannover 96. Die Niedersachsen beendeten mit dem 1:0 (Clint Mathis/83.) die kleine Erfolgsserie des FC Schalke 04 unter Interimscoach Eddy Achterberg und beschleunigten damit die Suche des Revierclubs nach einem geeigneten Nachfolger von Jupp Heynckes. "Wir werden sicher in den nächsten zwei Wochen einen neuen Trainer präsentieren. Das ist mit Eddy abgesprochen. Es war von vornherein klar, dass es nicht bis Saisonende geht", sagte Schalke-Manager Rudi Assauer. Achterberg war frustriert: "Der Gute-Laune-Eddy hat heute keine gute Laune."

Die war auch Borussia Mönchengladbachs Trainer Holger Fach gründlich verdorben. Nach dem frühen 2:0 gegen Hansa Rostock durch Oliver Neuville gaben die Borussen den sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand. Fach trieben die individuellen Fehler und der kollektive Tiefschlaf in der zweiten Hälfte die Zornesröte ins Gesicht: "Wir haben zwei Böcke geschossen, die unbeschreiblich sind. Wir haben 15 Minuten kopflos agiert." Nach dem 2:2 durch Antonio Di Salvos Doppelschlag (52./59.) drohte Fach mit Konsequenzen: "Solch ein Verhalten ist nicht profihaft. Das lasse ich mir nicht bieten."

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