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Bundesliga-Vereine beraten über Folgen der Kirch-Insolvenz

Vereinsvertreter der Fußball-Bundesliga sind am Donnerstag in Frankfurt zu Beratungen über mögliche Folgen der Kirch-Insolvenz zusammenkommen. Sollte die insolvente Kerngesellschaft Kirch-Media nicht weiter für die Bundesliga-Fernsehrechte zahlen können, drohen den Vereinen Millionen-Einbußen. Vor allem die Zweitligisten dürften nach Experteneinschätzung dann in Existenzbedrängnis geraten.

rtr FRANKFURT. Die Deutsche Fußball-Liga, die die Bundesliga-Rechte für die Vereine vermarktet, sieht derzeit allerdings noch keinen akuten Anlass zur Sorge. Ein Sprecher sagte bereits am Mittwoch, die DFL gehe vorerst davon aus, dass die Kirch-Media den bis 2004 laufenden Rechte-Vertrag erfülle. Alle öffentlichen Äußerungen von Unternehmensvertretern deuteten darauf hin. Medienberichte über einen angeblichen Geheimplan zur Neuvergabe der TV-Rechte hatte der Sprecher aber zurückgewiesen. Alternative Verwertungsszenarien seien erst dann sinnvoll, wenn die KirchMedia ihren Vertrag aufgebe. Die DFL werde demnächst mit den neuen Verantwortlichen bei KirchMedia über die Situation sprechen. Einen Termin für ein Treffen gebe es noch nicht.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte die Fernsehübertragungsrechte für die Bundesliga-Spiele von 2000 bis 2004 Medienberichten zufolge für rund drei Mrd. DM (1,53 Mrd. Euro) an Kirch verkauft. Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender berichten seither nur noch in Ausschnitten über die Spiele der 1. und 2. Fußball-Bundesliga, während bei SAT 1 und dem Bezahlsender Premiere ausführliche Berichte zu sehen sind.

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