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Bundesliga weist Verdacht auf Schwarze Kassen zurück

Die Bundesliga-Manager wiesen die Anschuldigungen eines Presseberichts entschieden von sich.

dpa HAMBURG. Die Fußball-Bundesliga hat den Vorwurf auf Schwarze Kassen entschieden zurückgewiesen. "Bei uns gibt es solche Zahlungen nicht. Ich kann es mir auch anderswo nicht vorstellen. Die Bundesliga ist die seriöseste und solideste Fußball-Liga in Europa. Ich kann es für Leverkusen, aber auch für die anderen Verein ausschließen", sagte Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser am Mittwoch der dpa.

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte unter Berufung auf ein Dossier der Oberfinanzdirektion (OFD) Münster berichtet, im deutschen Fußball seien Lohnzahlungen an Profis ohne Wissen des Fiskus an der Tagesordnung. Über Schwarze Kassen, die über verschleierte Einnahmen aus Freundschaftsspielen und Hallenturnieren gefüllt würden, würden Zahlungen an Spieler fließen.

OFD-Sprecherin Claudia Mehling wies die Existenz eines geheimen Dossiers zurück. Bereits im Sommer 2000 sei nach einer Betriebsprüfung bei einem nicht näher benannten Bundesligaverein in einer internen Fachzeitschrift der OFD von eventuellen Steuerumgehungen berichtet worden. Seitdem gebe es nichts Neues.

Die Bundesliga-Manager wiesen den Verdacht entschieden von sich. "Wir führen keine Schwarze Kassen. Für mich und meine Zeit hier kann ich das ausschließen", sagte etwa Rolf Rüssmann, Manager des VfB Stuttgart. Manager Klaus Stabach (FC Energie Cottbus): "Dieses Problem hatten wir schon einmal auf der Tagesordnung, kann ich mir aber nicht vorstellen. Wir sind uns jedenfalls keiner Schuld bewusst, alle Zahlungen sind steuermäßig erfasst."

Manager Peter Pander vom VfL Wolfsburg nannte das Ganze "Schwachsinn": "Wir bewegen uns in der Bundesliga in Millionenhöhe und halten uns nicht mit Gagen für ein Freundschaftsspiel oder der Teilnahme an ein Hallenturnier auf. Uns und einem Spieler helfen Beträge um 10000 DM nicht weiter."

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