Bundesligist steigert Umsatz und Gewinn
BVB will Spielergehälter kürzen

Der börsennotierte Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund will die Spielergehälter bei neuen Vertragsabschlüssen kürzen. Trotz geringerer Werbeeinnahmen will der Deutsche Meister so das Ziel einer Umsatz- und Gewinnsteigerungen im laufenden Geschäftsjahr erreichen.

rtr/HB DORTMUND. Angesichts geringerer Einnahmen aus der TV-Vermarktung sowie rückläufiger Werbe- und Transfereinnahmen "müssen wir mit Gegenwind" rechnen, sagte BVB-Präsident Gerd Niebaum am Freitag auf der zweiten Bilanzpressekonferenz nach dem Börsengang. Um dennoch eine Umsatz- und Ergebnisverbesserungen zu erreichen, werde der BVB seine Kostenstrukturen anpassen. Dazu werde auch gehören, dass beim Neuabschluss von Spielerverträgen geringere Gehälter vereinbart würden, hieß es.

Eine genauere Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2002/2003 (30.6.) wollte der BVB-Präsident aber nicht abgeben. Dies wäre angesichts der unsicheren Marktbedingungen rein spekulativ, sagte er. Auch den Zeitpunkt für eine erste Dividendenzahlung ließ Niebaum offen. Nach wie vor positiv verlaufe das Geschäft des Deutschen Meisters mit Fanartikeln, ergänzte Niebaum. Auch beim Verkauf von Dauerkarten sei man in der neuen Saison noch erfolgreicher als im vergangenen Jahr.

Im Geschäftsjahr 2001/2002 hatte der Deutsche Meister einen Konzerngewinn von 0,7 Mill. Euro erzielt nach einem Verlust von knapp 11 Mill. Euro im Vorjahr. Die Gesamtleistung kletterte auf 150,4 (Vorjahr: 114,6) Mill. Euro. Durch die Teilnahme an internationalen Wettbewerben konnte der BVB-Konzern seine TV-Einnahmen im vergangenen Jahr auf 46 (26,6) Mill. Euro verbessern. Die Einnahmen beim Sponsoring stiegen auf 28,0 (13,2) Mill. Euro. Dem gegenüber brachen die Erlöse im Transfergeschäft auf 1,2 Mill. Euro ein, nachdem in den vergangenen Jahren im Durchschnitt 12 Mill. Euro erzielt wurden.

Der BVB war Ende Oktober 2000 als erster deutscher Fußballverein an die Börse gegangen. Der Emissionspreis lag damals bei 11 Euro. Die am Amtlichen Markt notierten BVB-Aktien lagen am Freitag 3,7 % im Plus bei 3,90 Euro.

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