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Bundesligisten meiden Hallenturniere

Hallenfußball, nein Danke! Die meisten Bundesligisten haben in diesem Winter null Bock auf Budenzauber. Lediglich sechs Erstligisten beteiligen sich in der ersten Januar-Woche an den fünf Turnieren in Oldenburg, Bamberg, Schwerin, Nürnberg und Riesa.

dpa OLDENBURG. Hallenfußball, nein Danke! Die meisten Bundesligisten haben in diesem Winter null Bock auf Budenzauber. Lediglich sechs Erstligisten beteiligen sich in der ersten Januar-Woche an den fünf Turnieren in Oldenburg, Bamberg, Schwerin, Nürnberg und Riesa.

Viele Trainer scheuen das Verletzungsrisiko. "Hinzu kommt der frühe Wiederbeginn der Punktspiele bereits am 21. Januar. Da bleibt zwischen Trainingsauftakt, Trainingslager und Testspielen kaum Zeit", erläuterte Ex-Nationalspieler Dieter Burdenski das Desinteresse für den beim Publikum durchaus beliebten Kick unterm Hallendach.

Der Torwart-Trainer des deutschen Meisters Werder Bremen organisiert seit Jahren mit Erfolg Hallenturniere. Auch am 2. Januar ist seine Veranstaltung in der Oldenburger Weser-Ems-Halle mit 4 500 Zuschauern ausverkauft. Als Zugpferd erweist sich wie immer das Bremer Team, das als Titelverteidiger aufläuft. "Oldenburg ist Werder-Land", lautet der Wahlspruch von Burdenski, der auch das Turnier in Schwerin ausrichtet. Da wundert es kaum, dass der Double-Gewinner einen Tag vor dem Abflug ins Trainingslager in die Türkei noch einen Abstecher nach Mecklenburg einlegt.

Ob Trainer Thomas Schaaf bei den Hallen-Auftritten auch seine Stars wie Johan Micoud oder Miroslav Klose einsetzt, ist eine andere Frage. Im Vorjahr spielte Micoud in Oldenburg nicht, war aber in der Halle und schrieb Autogramme. Der 1. FC Nürnberg will sich in der Winterpause ebenfalls als "Mannschaft zum Anfassen" präsentieren. Die Club-Fans können ihr Team zwei Mal beim Turnier in Nürnberg und im benachbarten Bamberg hautnah erleben.

Die besten Chancen, als inoffizieller Hallenmeister gekürt zu werden, besitzt Arminia Bielefeld. Die Westfalen nehmen als einziger Bundesligist an drei Turnieren in Oldenburg, Schwerin und Riesa teil. Der letzte offizielle DFB-Hallen-Pokal wurde 2001 ausgetragen und von der Spvgg Unterhaching gewonnen.

Die Hallen-Turniere im Überblick:

3. Januar, Oldenburg (17.15 Uhr): Teilnehmer: Werder Bremen, Arminia Bielefeld, Eintracht Frankfurt, MSV Duisburg, VfB Oldenburg, Pogon Stettin

4. Januar, Bamberg (17.15 Uhr): Teilnehmer: 1. FC Nürnberg, TSV 1 860 München, Erzgebirge Aue, Rot- Weiß Erfurt, Dynamo Dresden, Franken All Stars

5. Januar, Schwerin (17.15 Uhr): Teilnehmer: Hansa Rostock, Werder Bremen, Arminia Bielefeld, Pogon Stettin, Eintracht Schwerin, VfB Lübeck

6. Januar, Nürnberg (17.15 Uhr) Teilnehmer: 1. FC Nürnberg, Energie Cottbus, Erzgebirge Aue, Wacker Burghausen, Jahn Regensburg, Kickers Offenbach

8. Januar, Riesa (14.45 Uhr) Teilnehmer: Arminia Bielefeld, Hertha BSC Berlin, Dynamo Dresden, Energie Cottbus, Lech Posen, Sieger Regio-Cup

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