Bundespräsident wird Mai 2004 gewählt
Renate Schmidt Kandidatin für Rau-Nachfolge

Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Renate Schmidt soll sich nach "Stern"-Informationen im Mai 2004 für die Sozialdemokraten um die Nachfolge von Bundespräsident Johannes Rau bewerben. Wie das Magazin in seiner neuen Ausgabe berichtet, unterstützt SPD-Chef Gerhard Schröder Schmidts Kandidatur.

dpa BERLIN. Die 58-Jährige "kann, will und soll Bundespräsidentin werden", heißt es laut "Stern" im SPD-Vorstand. Damit seien mögliche Bewerberinnen wie die schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) oder Jutta Limbach, die frühere Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, aus dem Rennen.

Die bayerische SPD-Politikerin wollte sich zu den neuerlichen Spekulationen nicht äußern. "Ich sage erst etwas, wenn die Regierung gebildet und die Hessen-Wahl (im Februar nächsten Jahres) vorbei ist,", sagte Schmidt der Münchner "Abendzeitung".

Dem "Stern" zufolge hat auch Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) bekundet, die Zeit sei reif für eine Frau an der Staatsspitze. Thierse stelle damit eigene Ambitionen auf das Amt zurück. Rau habe sich zwar noch nicht zu seinen Zukunftsplänen geäußert, aber unter Spitzengenossen gelte als ausgeschlossen, dass er eine zweite Amtszeit anstrebt.

Sicher sei Schmidts Wahl allerdings noch nicht. In der Bundesversammlung, die das Staatsoberhaupt wählt, verfügen SPD und Grüne derzeit nur über 574 von 1206 Stimmen. Schmidt wäre darauf angewiesen, dass FDP oder PDS sie mitwählen.

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