Bundesregierung begrüßt Pläne
Lufthansa will enger mit Air China arbeiten

Die Deutsche Lufthansa AG strebt nach Aussagen von Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) eine engere Zusammenarbeit mit der Air China an.

Reuters SCHANGHAI. Beide Luftfahrtunternehmen beabsichtigten eine Ausweitung ihrer Kooperation im Kernbereich Passage, sagte Bodewig am Sonntag vor Journalisten in Schanghai. Die Bundesregierung begrüße dies nachdrücklich.

Nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen könnte am Ende der Gespräche eine Aufnahme der Air China in den Fluggesellschafts-Verbund Star Alliance stehen. Dies sei etwa im Jahr 2004 möglich. Für die Lufthansa bedeute dies einen weiteren Schritt auf den boomenden chinesischen Markt.

In China wird eine Verdoppelung des Luftverkehrs bis zum Jahr 2015 erwartet. Bereits im Ende Oktober des vergangenen Jahres hatten Air China und die Lufthansa ein so genanntes Code-Sharing-Abkommen geschlossen. Damit können Flüge der chinesischen Fluglinie auch mit Lufthansa-Nummern versehen werden und umgekehrt. Dies ist zwar auch Bestandteil des Abkommens der Star Alliance, in der neben der Lufthansa etwa auch die amerikanische United Airlines organisiert ist. Neben dem Code-Sharing bestreitet die Star-Alliance noch gemeinsame weltweite Werbeaktionen und kann durch den Zusammenschluss auch Vorteile bei Einkäufen und Tarifen erzielen.

Liberalisierung und Globalisierung

Bodewig wolle eine Vertiefung der Zusammenarbeit am Dienstag in Peking in einem Gespräch mit dem Leiter der Lufthansa-Abteilung Konzernpolitik, Ulrich Schulte-Strathaus, und hohen Vertretern der chinesischen Luftfahrt-Planungskommission anregen, hieß es. Der Minister sagte, die Liberalisierung und Globalisierung der Luftverkehrsmärkte führten zwangsläufig zur Bildung weltweiter Luftverkehrskooperationen. Dabei hob er vor allem den zwischen Lufthansa und Air China im August 1989 auf 15 Jahre geschlossenen Firmenverbund Aircraft Maintainance and Engineering Cooperation (AMECO) in Peking hervor. Hier sei die Lufthansa schon jetzt dringend an einer Verlängerung der Zusammenarbeit im Bereich Wartung und Instandsetzung interessiert, hieß es in den Kreisen. Schließlich handele sich um das größte und erfolgreichste Joint Venture seiner Art in China. Inzwischen sei AMECO sogar in der Lage, für andere Unternehmen Instandhaltungen zu übernehmen.

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