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Bundesregierung parkt wie erwartet weitere Telekom-Aktien bei der KfW

Der Bund hat zum Stopfen seiner Haushaltslöcher Telekom-Aktien für 1,6 Mrd. Euro an die staatseigene Förderbank KfW verkauft. Wie das Finanzinstitut am Montag mitteilte, umfasst die Transaktion insgesamt 138,3 Mill. Titel oder 3,3 Prozent des Aktienkapitals der Telekom.

dpa-afx FRANKFURT. Der Bund hat zum Stopfen seiner Haushaltslöcher Telekom-Aktien für 1,6 Mrd. Euro an die staatseigene Förderbank KfW verkauft. Wie das Finanzinstitut am Montag mitteilte, umfasst die Transaktion insgesamt 138,3 Mill. Titel oder 3,3 Prozent des Aktienkapitals der Telekom.

Die KfW hält nun 15,3 Prozent an Europas größtem Telekomkonzern und der Bund als größter Anteilseigener 22,7 Prozent. Die Anteile der KfW werden allerdings weiter der Regierung zugerechnet.

Die Bundesregierung will sich langfristig von der Telekom und der Deutschen Post zurückziehen und damit die früheren Staatskonzerne vollständig privatisieren. Der Bonner Konzern begrüßt diesen Schritt. Die Staatsbank soll die Aktien zu einem günstigen Zeitpunkt über den Kapitalmarkt weiter verkaufen. Mit den Erlösen kann Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) seinen Haushalt aufbessern. Die Transaktion war für dieses Jahr erwartet worden.

Abschlag

Wie bei früheren Platzhaltergeschäften erwirbt die KfW die Aktien mit einem deutlichen Abschlag vom aktuellen Marktkurs. Erfahrungsgemäß liegt dieser bei rund einem Drittel des aktuellen Aktienkurses. Am Montagmittag notierte die T-Aktie nach einer schwachen Eröffnung 0,67 Prozent fester mit 16,51 Euro.

Beim Weiterverkauf soll der Staat dann am Erlös beteiligt werden. Die KfW hatte zuletzt im Dezember 2003 rund 4,7 Prozent des Aktienkapitals der Telekom erworben.

Aktienerwerb WAR Angekündigt

KfW-Chef Hans Reich hatte in der vergangenen Woche den Aktienerwerb bereits angekündigt und ein Volumen von unter zwei Mrd. Euro genannt. Ursprünglich hatte der Bund Anteile im Wert von drei Mrd. Euro an die KfW weiterreichen wollen, das Volumen dann aber reduziert. Nach den Worten von Reich wird die Bundesregierung im kommenden Jahr weitere so genannte Platzhaltergeschäfte vornehmen. Das Volumen werde voraussichtlich im einstelligen Mrd.-Euro-Bereich liegen.

Die KfW ließ offen, wann die Telekom-Titel weiterverkauft werden sollen. Im Oktober und November hatte die Bank für drei Mrd. Euro Anteile an der Deutschen Telekom sowie für 1,15 Mrd. Euro Post-Aktien am Kapitalmarkt platziert. Außerdem verkaufte die Bank für eine Milliarde Euro Optionen über Deutsche-Telekom-Papiere.

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