Bundesregierung plant Zukunft Iraks: Sonderstab für Wiederaufbau im Irak

Bundesregierung plant Zukunft Iraks
Sonderstab für Wiederaufbau im Irak

Mit einem "Sonderstab Irak" bereitet sich die Bundesregierung nach einem Zeitungsbericht auf die Phase des Wiederaufbaus im Irak vor.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN/BERLIN. Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtet, richtete Außenminister Joschka Fischer einen solchen Stab unter Führung des im Nahen Osten erfahrenen Diplomaten Horst Freitag in seinem Ministerium ein. Der Sonderstab solle sowohl finanzielle als auch personelle Konzepte für den Wiederaufbau des Iraks entwickeln.

Das Auswärtige Amt widersprach dem Bericht am Abend teilweise und nannte ihn eine "Verkürzung". "Richtig ist: Es gibt einen "Sonderstab Irak' im Auswärtigen Amt, der sich aber mit allen Aspekten der Irak- Krise und keineswegs speziell mit dem Wiederaufbau befasst", sagte ein Sprecher der dpa in Berlin. Für Fragen des Wiederaufbaus sei es noch zu früh.

Nach Angaben von Diplomaten würden zwischen Außen- und Verteidigungsministerium auch erste "Vorratsmodelle" für eine "substanzielle" Beteiligung der Bundeswehr entworfen, schreibt die Sonntagszeitung. Verteidigungsminister Struck habe mit Minister- Kollegen über Formen militärischer Unterstützung gesprochen. In ersten Gesprächen hätten Strucks Planungs- und Führungsstäbe den Einsatz von einer Brigade - rund 3000 Mann - geprüft, so das Blatt weiter. Die Kosten für einen Irak-Einsatz in dieser Größenordnung lägen bei jährlich einer Milliarde Euro.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wolle mit der verstärkten Debatte über Nachkriegsszenarien den Boden für eine Annäherung zwischen Deutschland und den USA bereiten. Darin wird der Kanzler von Koalitionsabgeordneten bestärkt, die seine außenpolitische Linie kritisiert hatten. Der SPD-Außenpolitiker Hans-Ulrich Klose sagte der Zeitung, "dass Deutschland - sobald die Kampfhandlungen beendet sind und die UNO die Verantwortung übernehmen kann - bereit sein muss, sich personell und auch mit UNO-Blauhelmen am Wiederaufbau zu beteiligen".

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