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Bundesregierung prüft verstärkte Militärpräsenz im Mittelmeer

Trotz des Streits über den Irak-Krieg prüft die Bundesregierung, ob sie einem US-Wunsch entspricht und ihre Militärpräsenz im Mittelmeer verstärkt. Zunächst müsse aber die NATO noch darüber entscheiden, welches Land an der NATO-Operation zur Terrorabwehr teilnehmen soll, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Samstag in Berlin. Die Bundesregierung prüfe aber bereits, ob und wie viele Schnellboote Deutschland zur Verfügung stellen kann.

HB/dpa BERLIN. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte in seiner neuesten Ausgabe berichtet, dass die Bundesregierung drei Raketen-Schnellboote der Marine nach Gibraltar schicken wolle. Diese sollten gemeinsam mit Patrouillenbooten aus Norwegen und Dänemark Angriffe von Terroristen auf den "internationalen Seeverkehr" verhindern helfen.

Derzeit befinde sich bereits eine deutsche Fregatte "Augsburg" im Rahmen der NATO-Mission im östlichen Mittelmeer, sagte der Sprecher. Seit Herbst 2001 kontrolliert die NATO den Schiffsverkehr in diesem Bereich des Mittelmeers. Anfang März 2003 hatte die NATO auf Anfrage der USA entschieden, die Operation auf das westliche Mittelmeer auszuweiten. Die NATO-Schiffe sollen in der Meerenge zwischen Spanien und Marokko den alliierten Schiffsverkehr eskortieren. Der Sprecher bestätigte, dass dies auch den Geleitschutz für Kriegsschiffe einschließe, die sich auf dem Weg an den Golf befinden.

Über die Beteiligung der Bundesmarine werde voraussichtlich in der kommenden Woche entschieden. Ein Einsatz vor Ort wäre für den Fall einer positiven Entscheidung frühestens nach Ostern möglich.

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