Bundesregierung stellt Dachprogramm "Wissen schafft Märkte" vor
Stärkere Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft geplant

ddp BERLIN. Die Bundesregierung will die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft stärker fördern. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) und Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) stellten dazu am Mittwoch in Berlin das auf drei Jahre angelegte Dachprogramm "Wissen schafft Märkte" vor. Ziel sei es, die Entwicklungen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen wirtschaftlich besser zu nutzen, sagte Bulmahn.

Zwar melden deutsche Wissenschaftler und Forschungsbetriebe nach Angaben der Ministerin mittlerweile genauso viele Patente wie ihre Kollegen in den USA an. Während US-Firmen jedoch aus Lizenzen Gelder in Millionenhöhe erwirtschafteten, seien Lizenzeinnahmen in Deutschland so gut wie nicht vorhanden. Müller betonte, der Schulterschluss zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sei dringend nötig. Von 23 000 in Forschung und Entwicklung aktiven Unternehmen hätten in den vergangenen fünf Jahren lediglich 5 000 Patente angemeldet. Dies sei zu wenig.

Forschungsergebnisse sollen leichter verwertet werden können



Mit den einzelnen Programmen sollen die Verwertung von Forschungsergebnissen erleichtert sowie Betriebe bei der Kooperation mit Hochschulen unterstützt werden. So sollen die Universitäten das Recht erhalten, Erfindungen aus ihrem Bereich selbst zu Patenten anzumelden. Hinzu kommen laut Bulmahn professionelle Patentierungs- und Verwertungsagenturen, die demnächst ausgeschrieben würden. Für bessere Verwertungsstrukturen stellt die Bundesregierung in diesem und im nächsten Jahr 30 Mill. DM und für 2003 rund 45 Mill. DM bereit.

Müller kündigte an, das im vergangenen Jahr mit 830 Millionen Mark ausgestattete Innovationsförderprogramm für 2001 noch einmal um 100 Millionen Mark zu erhöhen. Die Förderung von kleinen Technologieunternehmen über Beteiligungskapital soll auch in diesem Jahr mit rund zwei Milliarden Mark fortgesetzt werden. Zudem habe das Wirtschaftsministerium mit der Deutschen Ausgleichsbank 18 Lehrstühle für Existenzgründung eingesetzt. Weitere zwölf Lehrstühle seien geplant.

Nähere Informationen unter den Internetseiten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie:
www.bdi-online.de

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