Bundesregierung Täuschung vorgeworfen
CDU-Agrarexperte: Ökolandbau lässt sich nicht verordnen

Die von der rot-grünen Bundesregierung angekündigte Stärkung des Ökolandbaus lässt sich nach Ansicht der Union nicht verordnen, sondern nur über den Markt regeln.

dpa BERLIN. Die von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) geforderte Abkehr von einer industrialisierten Landwirtschaft stehe im Widerspruch zur europäischen Agrarpolitik, sagte der Vorsitzende des Agrarausschusses des Bundestags, Peter- Harry Carstensen (CDU), am Freitag im Deutschland-Radio Berlin. Denn das Reformpaket Agenda 2000, das auch Schröder unterschrieben habe, solle dazu führen, dass die Bauern sich dem Weltmarkt stellen und mit geringeren Preisen auskommen.

Carstensen warf der Bundesregierung vor, sie täusche die Verbraucher mit ihrem Versprechen, die Agrarwirtschaft ökologisch umzubauen. Es sei nicht möglich, den Öko-Landbau zu verordnen. "So etwas muss kommen, wenn die Verbraucher wollen." Wenn die Verbraucher bereit seien, mehr zu bezahlen, würden die Bauern das auch produzieren. Der CDU-Agrarexperte verwies auf die Kosten einer Umstrukturierung der Landwirtschaft. Nicht alles sei aus dem Markt heraus zu finanzieren und zu bekommen.

In Deutschland gebe es kaum solche "Agrarfabriken", deren Ende Schröder gefordert habe, sagte Carstensen. Die Landwirtschaft in der Bundesrepublik sei bäuerlich strukturiert.

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