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Bundesregierung verkauft Entwicklungsfinanzierer

Entwicklungsgesellschaft DEG sieht Übernahme als Wachstumschance

dpa BERLIN. Der bundeseigene Entwicklungsfinanzierer DEG erwartet mit der Übernahme durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) neue Impulse. Der neue Gesellschafter erweitere die Möglichkeiten zur Refinanzierung deutlich, sagte Geschäftsführer Stephan Kinnemann am Dienstag in Berlin. Die Gespräche über den Eigentümerwechsel stünden kurz vor dem Abschluss. Der Kaufpreis stehe noch nicht fest.

Aufgabe der DEG ist es, den Auf- und Ausbau der Privatwirtschaft finanziell zu fördern. Die Veräußerung der 1962 gegründeten DEG erfolgt im Zuge der Konzentration der Entwicklungsinstrumente der Bundesregierung. Die DEG bleibt als GmbH am Standort Köln bestehen.

Die DEG hat im Jahr 2000 mit 74 Finanzierungszusagen von insgesamt 360 Mill. Euro (704,16 Mill. DM) ihr zweitgrößtes Neugeschäftsvolumen erreicht. Dabei konnte der Einsatz von Risikokapital in Form von Beteiligungen auf rund 71 Mill. Euro nahezu verdoppelt werden. Im laufenden Jahr wird mit einem Wachstum des Neugeschäfts um 10 % und einem Ergebnis in Vorjahreshöhe gerechnet.

Für 2000 wird nach Risikovorsorge ein Ergebnis von 35,6 Mill. Euro ausgewiesen. Die Nettorisikovorsorge wurde gegenüber dem Vorjahr um 13 Mill. auf 53 Mill. Euro aufgestockt. Die Nachwirkungen der Asienkrise und der Krisen in Lateinamerika seien noch nicht überwunden. Insgesamt beläuft sich die Risikovorsorge der DEG bislang auf 440 Mill. Euro.

Regionaler Schwerpunkt der Arbeit ist traditionell Afrika mit 37 %, gefolgt von Lateinamerika (25 %). Trotz instabiler politischer und wirtschaftlicher Verhältnisse in vielen afrikanischen Ländern wurden für dortige Projektunternehmen 62 Mill. Euro bereitgestellt. Die Neuinvestitionen in Mittel- und Osteuropa beliefen sich auf 50 Mill. Euro.

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