Bundesregierung wird Mittel für Einsatz aufbringen
Fischer und Solana richten Friedensappell an Mazedonien

ap BERLIN. Außenminister Joschka Fischer und der außenpolitische Repräsentant der EU, Javier Solana, haben nochmals eindringlich an Mazedonien appelliert, eine friedliche Lösung mit den albanischen Rebellen zu suchen. Nach einer Zusammenkunft in Berlin am Freitag sagte Fischer, die einzige Perspektive für Mazedonien bestehe in einer politischen Lösung. Er bekräftigte, dass die Bundesregierung im Fall einer begrenzten Nato-Mission in Mazedonien die Mittel für einen Einsatz der Bundeswehr aufbringen werde.

Unter Verweis auf die Auslieferung des ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic an das internationale Kriegsverbrechertribunal in Den Haag erklärte Fischer, "ein qualvoller und gefährlicher Abschnitt auf dem Balkan" sei zu Ende gegangen. Dies sei ein Anlass, noch einmal nachzudenken. Nur in einer einvernehmlichen Lösung liege die Zukunft der Völker auf dem Balkan. Er forderte die Regierungstruppen und die albanischen Rebellen zu einem Gewaltverzicht auf. Die EU werde alles für eine friedliche Lösung tun, betonten Fischer und Solana. Solana sagte, die Überstellung Milosevics sei "ein klares Signal an jeden: Krieg ist nicht die Lösung".

Der Bundeskanzler habe klargestellt, dass es an der finanziellen Ausstattung nicht fehlen werde, wiederholte Fischer. Er zeigte sich zuversichtlich, dass es eine breite Mehrheit im Bundestag für einen Einsatz geben werde.

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