Bundestag stimmt Gesetzentwurf mit breiter Mehrheit zu
Prostituierte haben ab Januar mehr Rechte

Prostituierte haben künftig in Deutschland mehr Rechte. Der Bundestag verabschiedete am Freitag mit großer Mehrheit einen Gesetzentwurf, der Huren eine bessere soziale und rechtliche Position geben soll.

afp BERLIN. Unter anderem sollen Frauen, die sexuelle Dienste anbieten, ab dem nächsten Jahr ihren Lohn einklagen können. Gegen den Entwurf stimmten die Vertreter der Unionsfraktion, zwei Abgeordnete enthielten sich. Die Union sieht in der Abschaffung der Sittenwidrigkeit ein "falsches Signal". Die CSU-Abgeordnete Maria Eichhorn sagte, damit werde die Prostitution verharmlost. Die PDS, deren Abgeordnete ebenfalls zum großen Teil zustimmten, hätte sich nach eigenen Angaben eine weitergehende Regelung gewünscht. Es sei nicht mehr als ein "kleinstmöglicher Schritt", sagte die Abgeordnete Christina Schenk.

Unterstützung fand der Entwurf dagegen bei der FDP. Endlich hätten Prostitutierte nicht mehr nur Pflichten, sondern auch Rechte, sagte die Abgeordnete Ina Lenke. Sie bedauerte jedoch, dass Rot-Grün die von der FDP gewünschten klareren Formulierungen ein "wenig mutlos" abgelehnt habe. Die Koalitionsfraktionen von SPD und Grünen hatten sich erst nach einigem Hin und Her auf das Gesetz geeinigt.

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