Bundestagspräsident zu Gesprächen in Neu Delhi
Thierse lobt Waffenstillstand in Kaschmir

dpa NEU DELHI. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat die Bemühungen um einen Waffenstillstand in Kaschmir gelobt. Es sei positiv, wenn der Konflikt nicht aggressiv angegangen werde, sagte Thierse am Montag bei politischen Gesprächen in Neu Delhi. Er traf unter anderem seinen Amtskollegen Ganti Mohan Chandra Balayogi, Außenminister Jaswant Singh und Vizepräsident Krishan Kant. Indien hat den Moslemrebellen in Kaschmir eine Waffenruhe angeboten, während Pakistan eine Feuerpause an der Grenze in Kaschmir ausgerufen hat.

Die Himalaja-Region Kaschmir, wo überwiegend Moslems leben, ist zwischen Indien und Pakistan geteilt. Im indischen Teil kämpfen Milizen für die Abspaltung von Indien. Zugleich lieferten sich bisher indische und pakistanische Truppen an der Grenze regelmäßig Gefechte. Die Atommächte Indien und Pakistan haben seit 1947 drei Kriege gegeneinander geführt, zwei davon um Kaschmir. Pakistan verlangt Verhandlungen zwischen den Regierungen beider Länder und den Rebellengruppen. Indien lehnt solche Dreiergespräche bislang ab.

Bei Thierses Gesprächen ging es auch um die Beziehungen zwischen Indien und Deutschland. "Uns steht ein deutsch-indisches Jahr bevor", sagte Thierse. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) und Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) werden Anfang kommenden Jahres in Neu Delhi erwartet, Bundespräsident Johannes Rau will seinen aus Gesundheitsgründen aufgeschobenen Besuch nachholen, und Besuche von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Wirtschaftsminister Werner Müller sind im Gespräch. Außerdem wird die deutsch-indische Parlamentariergruppe des Bundestages voraussichtlich im Februar Indien besuchen.

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