Bundesumweltminister auf der IAA
Tankstellen bereiten sich auf Erdgastanksäulen vor

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hat am Donnerstag auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt für einen verstärkten Einsatz von Autos mit Erdgasantrieb geworben. Der Gasantrieb sei aber keine Lösung für jedes Verkehrsproblem, sagte der Minister.

dpa FRANKFURT/MAIN. Im Stadtverkehr sei er eine sinnvolle Alternative, Lieferwagen und Taxen könnten ohne Schwierigkeiten auf Erdgas umsteigen. Beim Ministerbesuch traten der Autohersteller Opel und der Mineralölkonzern BP dem so genannten Trägerkreis Erdgasfahrzeuge bei. Von den 1000 BP-Tankstellen in Deutschland bereiten sich derzeit 40 auf die Einführung von Erdgastanksäulen vor, erklärte der stellvertretende BP-Vorstandsvorsitzende in Deutschland, Peter Knoedel. BP ist der erste Mineralölkonzern, der dem Trägerkreis Erdgasfahrzeuge beigetreten ist. Trittin warb nicht nur für ökologische, sondern auch für ökonomische Vorteile der Erdgasautos. So koste der alternative Kraftstoff nur rund 95 Pfennig pro Kilometer. Dieser Preis "kann mit einem Diesel konkurrieren."

Erdgas sei eine interessante Alternative, "aber für eine begrenzte Anwendung", sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Bernd Gottschalk. Ohne die bis 2009 verlängerte steuerliche Förderung von Erdgasautos wären diese aber in eine ganz kleine Nische gerutscht. Langfristig sei der Wasserstoff-Motor die Alternative zu fossilen Energieträgern, sagte der VDA-Präsident. Bis Wasserstoffmotoren einen "relevanten Marktanteil" bekämen, werde es aber noch dauern, sagte Trittin. Die Entwicklungszeit dürfe keine Entschuldigung für den Verzicht auf andere umweltfreundlichere Antriebsmöglichkeiten sein, meinte der Minister.

Auf Deutschlands Straßen fahren nach Angaben des Trägerkreises rund 10 000 Erdgasautos. Derzeit gibt es rund 200 Erdgastankstellen, bis Ende 2002 sollen es 300 werden.

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